Der Morgen des 11. November war in mehreren Schulen in Baden-Württemberg von Aufregung geprägt. In Kirchheim unter Teck und Gaggenau lösten nahezu zeitgleich Alarme wegen einer angeblichen Schießerei aus. Trotz eines großangelegten Polizeieinsatzes stellte sich in beiden Fällen heraus, dass es sich um Fehlalarme handelte. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion.
An der Ludwig-Uhland-Gymnasium in Kirchheim ging der Alarm gegen 7:55 Uhr los. Schüler und Lehrer wurden sofort evakuiert, das Gebäude von zahlreichen Polizeistreifen umstellt. Auch Spürhunde und Sanitäter waren im Einsatz. Ein Schüler benötigte medizinische Hilfe wegen Kreislaufproblemen. Die Kinder wurden vorübergehend in der Turnhalle einer benachbarten Schule untergebracht, für die Eltern wurde ein Informationspunkt eingerichtet. Gegen 11 Uhr konnte das Schulgebäude wieder geöffnet werden, der Unterricht fiel jedoch aus.
Großangelegte Kontrollen nach den Alarmen in Gaggenau und Kirchheim
Laut Polizeisprecher Martin Raff vom Polizeipräsidium Reutlingen, das auch für den Landkreis Esslingen zuständig ist, gab es keine Hinweise auf eine tatsächliche Bedrohung. „Es wurden weder Schüsse gehört noch Verletzte gemeldet. Alles deutet auf einen Fehlalarm hin“, sagte Raff. Die Polizei ermittelt nun, wie der Alarm ausgelöst wurde und wer dafür verantwortlich ist.
Etwa zwei Stunden später kam es zu einem weiteren Vorfall an der Schlossgymnasium desselben Ortes: Der Feueralarm wurde ausgelöst, jedoch konnte auch hier keine Gefahr festgestellt werden. Die Polizei prüft, ob die beiden Fehlalarme in Zusammenhang stehen und ob sie absichtlich ausgelöst wurden.
Zur gleichen Zeit wurde in Gaggenau (Landkreis Rastatt) ebenfalls ein Alarm wegen einer angeblichen Schießerei ausgelöst – diesmal an der Hans-Thoma-Grundschule. Das Gebäude wurde umgehend abgesperrt und evakuiert. In einem nahegelegenen Haus von Helmut Daringer wurde eine Kontaktstelle für Eltern eingerichtet. Bürgermeister Michael Pfeiffer erklärte, dass sich zum Zeitpunkt des Alarms rund 250 Schüler in der Schule befanden. „Das Wichtigste ist, dass alle Kinder wohlauf sind“, sagte er gegenüber lokalen Medien.
Zahlreiche Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdiensten waren vor Ort. Nach intensiver Überprüfung wurde das Gebäude wieder freigegeben. Die Behörden untersuchen nun, wie der Alarm ausgelöst wurde und ob es sich um eine vorsätzliche Handlung handelte.




Nach Angaben der Polizei wurde in beiden Städten der Alarm manuell betätigt. Noch ist unklar, ob es sich um Zufall oder eine gezielte Aktion handelte, um die Sicherheitssysteme zu testen.
Die Polizei betonte, dass trotz des Fehlalarms jede Meldung ernst genommen werden müsse. „Jede Minute zählt, wir müssen immer vom schlimmsten Szenario ausgehen, bis das Gegenteil bewiesen ist“, erklärte ein Sprecher.
Erinnern wir daran, dass wir auch darüber geschrieben haben Schock auf Kölner Intensivstation: Patient tötet Mitbewohner.
