Die Affäre um die versuchte Erpressung der Familie von Michael Schumacher geht in die nächste Runde. Obwohl die Strafen im ersten Prozess als eher milde galten, legten alle drei verurteilten Männer Berufung ein. Ziel: noch geringere Strafen. Doch Schumachers Familie zeigt klare Kante – sie will genau das Gegenteil erreichen. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion.
Im Mittelpunkt steht eine Erpressung, die vor allem durch ihre Kaltblütigkeit und den Vertrauensbruch schockiert. Laut Urteil des Amtsgerichts Wuppertal hatte der Türsteher Yilmaz T. (54) gedroht, geheime Fotos und Medikamentenlisten des ehemaligen Formel-1-Stars zu veröffentlichen. Die Familie hält den Gesundheitszustand von Schumacher seit dem schweren Ski-Unfall 2013 streng unter Verschluss. Yilmaz T. forderte dafür 15 Millionen Euro und wurde zu drei Jahren Haft verurteilt. Dank einer Kaution in Höhe von 10.000 Euro ist er aktuell auf freiem Fuß.
Auch Sohn und Ex-Sicherheitsmann verurteilt
Unterstützt wurde Yilmaz T. von seinem Sohn Daniel L. (31), der eine E-Mail-Adresse zur Kommunikation mit der Familie einrichtete. Er kam mit sechs Monaten auf Bewährung davon. Der dritte Angeklagte, Markus F. (54), war früher im Sicherheitsteam der Familie Schumacher tätig. Ihm wird vorgeworfen, das sensible Material während seiner Zeit im Haus der Familie entwendet zu haben. Er erhielt zwei Jahre auf Bewährung wegen Beihilfe – bestreitet jedoch jede Mitverantwortung an der Erpressung.

Schumachers zeigen sich enttäuscht von Urteil
Die Familie von Michael Schumacher, allen voran Ehefrau Corinna Schumacher (56), empfindet die Urteile – insbesondere gegen Markus F. – als zu lasch. Besonders schwer wiegt für sie der Vertrauensbruch. „Am meisten schockiert mich immer noch der massive Vertrauensmissbrauch“, sagte sie bereits im Frühjahr gegenüber BILD. „In meinen Augen war er der Drahtzieher hinter dieser Sache.“ Aus diesem Grund trat die Familie auch als Nebenkläger auf und legte selbst Berufung ein. Ziel ist es, Markus F. nicht nur als Helfer, sondern als Mittäter verurteilen zu lassen.

Neuer Prozess am Landgericht gestartet
Am heutigen Tag beginnt der Berufungsprozess vor dem Landgericht Wuppertal. Zum Auftakt werden keine Zeugen vernommen. Stattdessen wird zunächst das Urteil aus der ersten Instanz verlesen. Danach erhalten die Angeklagten die Gelegenheit, sich zu äußern. Ob es neue Beweise oder überraschende Aussagen geben wird, bleibt abzuwarten. Doch eines ist klar: Die Familie Schumacher kämpft dafür, dass diese Form der Erpressung nicht ohne klare Konsequenzen bleibt.
Erinnern wir daran, dass wir auch darüber geschrieben haben Deutsche Familie stirbt an mutmaßlicher Lebensmittelvergiftung in der Türkei.
