Gelsenkirchen (NRW) – In der Nacht auf den 15. Dezember erlebte eine Familie in Gelsenkirchen das unfassbare. Gegen 1:30 Uhr meldete sich eine verzweifelte Frau beim Notruf und berichtete, dass ihr Mann sich das Leben nehmen wolle und sich bereits verletzt habe. „Bitte kommen Sie schnell!“, flehte sie die Polizei. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion. Die Bilder wurden von der Website verwendet bild.de.
Kurz darauf rückten mehrere Streifenwagen und ein Notarzt aus. Weitere Notrufe erreichten die Einsatzkräfte, in denen laute Schreie aus dem Haus zu hören waren. Nur zwei Minuten nach dem ersten Anruf trafen die ersten Polizisten am Tatort ein und fanden die Frau blutüberströmt in ihrem Haus.
Blutrünstiges Drama: Vierfache Mutter stirbt, Ehemann schwer verletzt
Der Ehemann der Frau, ebenfalls in Blut gehüllt, wurde wenig später entdeckt. Nach ersten Erkenntnissen hatte er sich selbst mit einem Messer verletzt. Die Polizei alarmierte sofort einen Notarzt, doch für die 30-jährige Mutter von vier Kindern kam jede Hilfe zu spät. Sie verstarb noch an der Tatstelle. Ihr 36 Jahre alter türkischer Ehemann wurde nach einer Notoperation ins Krankenhaus gebracht, verstarb jedoch später auf der Intensivstation.
In der Nacht nahm eine Mordkommission die Ermittlungen auf. Die Kriminalbeamten gehen derzeit davon aus, dass der Mann zunächst seine Frau angegriffen und sich dann selbst schwer verletzt hat. Die vier minderjährigen Kinder im Alter von 3 bis 11 Jahren schliefen zum Zeitpunkt des Verbrechens in ihren Betten und sind nun in der Obhut des Jugendamtes.

Motiv unklar: Nachbarn sind erschüttert
Über das Motiv für die Tat gibt es bislang keine Klarheit. Nachbarn beschreiben die Familie als freundlich und ruhig. Sie hätten das Haus erst vor eineinhalb Jahren gekauft. Auf der Auffahrt standen zwei teure Volvo-Geländewagen, neben denen das Absperrband der Polizei lag.
Eine 56-jährige Nachbarin äußerte sich bestürzt: „Den Kindern ging es immer gut, sie spielten immer fröhlich im Garten. Es ist alles so unbegreiflich, besonders jetzt vor Weihnachten. Die Kinder tun mir so leid.“
Erinnern wir daran, früher haben wir berichtet: 13-jährige Tabarak A. vermisst.
