New York – Ein neu veröffentlichtes Foto aus den Akten zum Fall Jeffrey Epstein könnte dem öffentlichen Image von Melania Trump erheblich schaden. Die Aufnahme trägt weder Datum noch Ortsangabe, sorgt jedoch bereits für große Aufmerksamkeit und stellt die aktuelle Reputationsstrategie der First Lady im Zusammenhang mit ihrem neuen Filmprojekt infrage. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion.
Auf dem Bild ist der Regisseur der politischen Dokumentation „Melania“, Brett Ratner, in enger Pose mit dem französischen Modelagenten und Epstein-Berater Jean-Luc Brunel zu sehen. Brunel nahm sich 2022 in Untersuchungshaft das Leben. Ratner lächelt in die Kamera und umarmt Brunel, der oberkörperfrei neben ihm steht. Das Foto wurde vom US-Justizministerium im Zuge der Freigabe von Materialien aus dem Epstein-Komplex veröffentlicht.
Für Melania Trump ist dieser Kontext besonders heikel. Brett Ratner ist der Regisseur des Dokumentarfilms über die First Lady, dessen Rechte Amazon laut US-Medien für rund 40 Millionen US-Dollar erworben haben soll. Der Film soll am 30. Januar 2026 europaweit in die Kinos kommen und anschließend bei Amazon Prime Video verfügbar sein. Das Projekt galt als Versuch, Melania Trumps öffentliches Bild neu zu positionieren und stärker auf ihre eigene Persönlichkeit auszurichten.
Doch Ratners Name ist weiterhin umstritten. Im Jahr 2017 erhoben mehrere Frauen Vorwürfe sexueller Belästigung gegen ihn, darunter auch Schauspielerin Olivia Munn. Ratner wies alle Anschuldigungen zurück, zog sich jedoch weitgehend aus der Filmbranche zurück und ließ sich 2023 in Israel nieder. Der Film über Melania sollte sein Comeback als Regisseur markieren.

Er steht im Verdacht, Menschen anzuwerben.
Die nun wieder aufgegriffenen Verbindungen zu Personen aus dem Umfeld Jeffrey Epsteins rücken das Projekt erneut in ein kritisches Licht. Jean-Luc Brunel, mit dem Ratner auf dem Foto zu sehen ist, stand im Verdacht, junge Mädchen für Epstein angeworben zu haben. Französische Ermittler nahmen ihn 2021 fest, ein Jahr später wurde er tot in seiner Zelle aufgefunden. Epstein selbst beging im August 2019 Suizid in einem Gefängnis in New York.
US-Medien berichten zudem, dass Donald Trump persönlich dabei geholfen haben soll, Ratners Rückkehr in die Filmindustrie zu ermöglichen. Vor diesem Hintergrund könnte das nun veröffentlichte Foto aus den Epstein-Akten die Vermarktung des Films „Melania“ erheblich erschweren und den erhofften Imagegewinn für die First Lady gefährden.
Erinnern wir daran, früher haben wir berichtet: Tödliche Unfälle in Brandenburg: Zwei Frauen sterben bei Frontalcrash, weiterer Unfall fordert ein Opfer.
