In Hamburg sorgt ein dreister Diebstahl für Kopfschütteln. Unbekannte Täter haben vor dem Goethe-Gymnasium im Stadtteil Lurup eine Bronze-Statue von Johann Wolfgang von Goethe gestohlen. Die Figur stand dort seit 2019 und war ein Geschenk des Schulvereins zum 20-jährigen Jubiläum. Jetzt erinnert vor dem Schulgebäude nur noch der leere Sockel an den berühmten Dichter. Von der Statue selbst blieben lediglich die Füße zurück. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion. Die Bilder wurden von der Website verwendet NDR.
Nach bisherigen Erkenntnissen schlugen die Diebe vermutlich zwischen Heiligabend und dem ersten Weihnachtstag zu. Sie gelangten auf das Schulgelände am Rispenweg und sägten die Bronze-Figur gewaltsam vom Sockel. Wann genau die Tat geschah, ist allerdings unklar. Da die Weihnachtsferien in Hamburg bereits am 17. Dezember begonnen hatten, könnte der Diebstahl auch deutlich früher erfolgt sein. Die Polizei prüft derzeit verschiedene Zeitfenster.
Der Fall reiht sich in eine Serie ähnlicher Taten ein. Bereits am dritten Adventswochenende verschwand eine nackte Bronze-Skulptur eines Mädchens vor dem Albrecht-Thaer-Gymnasium in Hamburg-Stellingen. Das Kunstwerk stammt von dem Bildhauer Gustav Seitz und wurde 1949 geschaffen. Auch dieser Diebstahl ist bis heute nicht aufgeklärt. In Hamburg häufen sich damit Fälle von entwendeten Bronzeskulpturen.
Schon im Februar 2025 war eine Bronze-Plastik vom Friedhof in Hamburg-Nienstedten verschwunden. Monate später fanden Ermittler die Skulptur in Berlin bei einem mutmaßlichen Hehler. Dort stellten sie rund 85 weitere Bronze-Kunstwerke sicher. Der 56-Jährige steht inzwischen gemeinsam mit zwei mutmaßlichen Komplizen vor Gericht. Der Wert der sichergestellten Skulpturen soll bei mehr als 400.000 Euro liegen.
Ob zwischen den aktuellen Diebstählen ein Zusammenhang besteht, ist bislang offen. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen und prüft mögliche Verbindungen zu bekannten Fällen. Konkrete Hinweise auf die Täter gibt es derzeit nicht. Die Ermittlungen dauern an.
Erinnern wir daran, früher haben wir berichtet: Tödlicher Brand in Dortmund nach Weihnachten.
