In Warringholz ist am Neujahrstag ein Feuerwehrmann tödlich verunglückt. Der 41-Jährige war auf dem Weg zu einem Einsatz, als er auf glatter Straße die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Er wollte Menschen retten – und kam selbst ums Leben. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion. Die Bilder wurden von der Website verwendet bild.de.
Gegen Mittag erhielt der Mann die Alarmmeldung, dass auf der A23 mehrere Personen in einem brennenden Auto eingeklemmt seien. Daraufhin machte er sich von zu Hause auf den Weg zum Gerätehaus, bestätigte die Freiwillige Feuerwehr Steinburg. Zu dem Einsatz kam er jedoch nicht mehr.
Auf der Landstraße 127 nahe Warringholz (Kreis Steinburg) geriet sein Ford Ranger Raptor ins Schleudern. Die Ursache ist bislang unklar, doch die Fahrbahn soll spiegelglatt gewesen sein. Das Fahrzeug überschlug sich und blieb im Straßengraben liegen.
„Stellenweise hatten wir Glatteis und bis zu fünf Zentimeter Schnee“, sagte Kreiswehrführer Frank Lobitz. „Leider ist er dann mit seinem Wagen von der Fahrbahn abgekommen. Er war sofort nicht mehr ansprechbar. Der Rettungsdienst konnte nur noch seinen Tod feststellen.“
Der verunglückte Feuerwehrmann war nach Informationen seit mehr als zehn Jahren Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Er hinterlässt zwei Kinder im Alter von sechs und zehn Jahren. „Wir stehen alle unter Schock. Die Kameraden werden psychologisch betreut“, so Lobitz.


Besonders tragisch: Die ursprüngliche Alarmmeldung bestätigte sich später nicht. Auf der A23 zwischen Hanerau-Hademarschen und Schafstedt kam es zwar zu mehreren Unfällen, bei denen insgesamt drei Menschen leicht verletzt wurden. Eingeklemmte Personen oder brennende Fahrzeuge gab es jedoch nicht.
Wie es zu der fehlerhaften Funkmeldung kam, ist derzeit unklar. Sowohl die L127 als auch die A23 in Fahrtrichtung Norden mussten für mehrere Stunden gesperrt werden.
Erinnern wir daran, früher haben wir berichtet: Polizeiwagen gerät in Gegenverkehr, junger Beamter stirbt.
