In der Nacht zum 3. Januar hat sich die militärisch-politische Lage in Venezuela drastisch zugespitzt. In Caracas und mehreren anderen Regionen des Landes kam es zu Explosionen, Teile der Hauptstadt waren ohne Strom, über der Stadt wurden amerikanische Militärhubschrauber gesichtet. Nach den Angriffen verhängte Präsident Nicolás Maduro den Ausnahmezustand über das gesamte Land und ordnete eine Mobilisierung an. Die USA gaben zunächst keine offizielle Erklärung ab, doch amerikanische Medien berichten eindeutig, dass die Angriffe auf Anordnung von Donald Trump erfolgt seien. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion.
Nächtliche Angriffe auf Caracas und Stromausfälle
Nach Angaben internationaler Nachrichtenagenturen ereigneten sich die ersten Explosionen in Caracas gegen 01:50–02:00 Uhr Ortszeit. Augenzeugen berichteten von schweren Detonationen, durch die Fensterscheiben in Wohnhäusern erzitterten, während am Himmel Lichtblitze und Rauchwolken zu sehen waren. Besonders betroffen war der Süden der Hauptstadt, wo sich eine große Militärbasis befindet. In diesem Gebiet kam es zu einem Stromausfall, was sowohl von Anwohnern als auch von westlichen Korrespondenten bestätigt wurde. Ähnliche Berichte kamen aus La Guaira und Higuerote in der Nähe von Caracas.

Augenzeugenberichte und Angaben der Agenturen
Die Nachrichtenagentur AP meldet mindestens sieben Explosionen in verschiedenen Stadtteilen von Caracas. Reuters und CNN bestätigten Flüge von Flugzeugen und Hubschraubern in niedriger Höhe. Bewohner mehrerer Viertel verließen nach den heftigen Erschütterungen ihre Häuser aus Angst vor weiteren Angriffen. Venezolanische Medien berichteten zudem, dass Explosionen in der Nähe von Fort Tiuna zu hören waren, einem der wichtigsten Militärkomplexe des Landes. Nach Aussagen von Augenzeugen war eine der Detonationen so stark, dass sie in mehreren Stadtteilen gleichzeitig zu spüren war. In den ersten Stunden äußerten sich die venezolanischen Behörden nicht offiziell zu den Vorfällen.

Die US-Operation und die Haltung Washingtons
Trotz des Ausbleibens einer offiziellen Stellungnahme aus dem Weißen Haus berichten mehrere US-Medien, dass die Angriffe auf Venezuela direkt auf Befehl von Präsident Donald Trump erfolgten. Nach Informationen von CBS betrafen die Angriffe militärische Ziele und Infrastruktur. Trump hatte zuvor wiederholt erklärt, er sei bereit, militärischen Druck auf die Regierung von Nicolás Maduro auszuüben. Ende Dezember räumte er öffentlich ein, dass die USA erstmals Angriffe auf venezolanisches Staatsgebiet durchgeführt hätten, und sprach von der Zerstörung von Objekten im Zusammenhang mit Drogenhandel. Weder das Pentagon noch die CIA machten nähere Angaben zu den Operationen.
Ausnahmezustand und Mobilisierung im Land
Nach den Angriffen unterzeichnete Nicolás Maduro ein Dekret zur Verhängung des Ausnahmezustands im gesamten Staatsgebiet Venezuelas. Nach seinen Worten soll diese Maßnahme dem Schutz der Bevölkerung und der Aufrechterhaltung staatlicher Institutionen dienen. Der Präsident rief die Bürger dazu auf, sich freiwilligen Einheiten anzuschließen und bereit zu sein, Widerstand zu leisten. Zudem ordnete er die Aktivierung des Kommandos für die umfassende nationale Verteidigung an. Die Regierung erklärte, man handle im Rahmen von Artikel 51 der UN-Charta und behalte sich das Recht auf Selbstverteidigung vor. De facto begann damit eine landesweite Mobilisierung.
Scharfe Erklärung des venezolanischen Außenministeriums
Der Außenminister Venezuelas veröffentlichte eine offizielle Erklärung, in der er die USA einer direkten militärischen Aggression beschuldigte. Seinen Angaben zufolge richteten sich die Angriffe gegen zivile und militärische Objekte in Caracas sowie in den Bundesstaaten Miranda, Aragua und La Guaira. In der Erklärung wird betont, dass die Handlungen der USA gegen die UN-Charta verstoßen und eine Gefahr für den internationalen Frieden darstellen. Caracas sieht als eigentliches Ziel der Operation die Kontrolle über strategische Ressourcen des Landes, insbesondere Öl und Bodenschätze. Die venezolanischen Behörden riefen die Länder Lateinamerikas und der Karibik zu aktiver Solidarität auf.
Was derzeit bekannt ist
Zum jetzigen Zeitpunkt lassen sich die wichtigsten Fakten wie folgt zusammenfassen:
- die Angriffe auf Venezuela begannen in der Nacht zum 3. Januar;
- Explosionen wurden in Caracas und angrenzenden Regionen registriert;
- betroffen waren Gebiete mit Militäranlagen und Hafeninfrastruktur;
- die USA äußerten sich offiziell nicht, US-Medien berichten jedoch von einem Befehl Trumps;
- in Venezuela wurden der Ausnahmezustand verhängt und eine Mobilisierung ausgerufen.


Die Lage in Venezuela bleibt hoch angespannt. Der faktische Beginn einer US-Militäroperation und die scharfe Reaktion aus Caracas erhöhen das Risiko einer weiteren Eskalation erheblich. Das Ausbleiben klarer und transparenter Erklärungen aus Washington verstärkt die Unsicherheit zusätzlich. Die Verhängung des Ausnahmezustands zeigt, dass die venezolanische Führung die Situation als direkte Bedrohung der staatlichen Souveränität bewertet. In den kommenden Tagen dürfte sich zeigen, ob dieser Konflikt in eine längerfristige internationale Krise mündet.
Erinnern wir daran, früher haben wir berichtet: Fotografien kurz vor der Tragödie: Champagner und Feuerwerk führten zum Brand in Crans-Montana.
