Wissenschaftler haben einen kräftigen Ausbruch auf der Sonne registriert, der sich am Vortag zur Mittagszeit ereignet hat. Das teilte das Labor für Sonnenastronomie des Instituts für Weltraumforschung der Russischen Akademie der Wissenschaften mit. Nach Angaben der Experten war das Ereignis auf Aufnahmen von Koronografen gut zu erkennen. Auf den Bildern ist zu sehen, wie sich Sonnenmaterie in verschiedene Richtungen ausbreitet. Die Quelle des Ausbruchs befand sich jedoch auf der der Erde abgewandten Seite der Sonne. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion.
Im Labor erklären die Forscher, dass eine direkte Beobachtung des Ausbruchs derzeit nicht möglich ist. Kein aktiver Satellit überwacht aktuell diesen Bereich der Sonnenoberfläche. Deshalb lässt sich die Ursache des starken Materieauswurfs nicht eindeutig bestimmen. Den Wissenschaftlern zufolge bleibt vorerst nur, auf Basis früherer Beobachtungen Hypothesen aufzustellen. Genauere Aussagen seien derzeit nicht möglich.
Was über die aktive Region bekannt ist
Die Experten erinnerten daran, dass dieser Teil der Sonne noch vor rund zwei Wochen der Erde zugewandt war. Damals wurden dort keine außergewöhnlichen Aktivitäten festgestellt, lediglich einige aktive Regionen mittlerer Größe. Sollte der aktuelle Ausbruch mit einer dieser Zonen zusammenhängen, deutet die Richtung des Materieauswurfs auf eine Gruppe von Sonnenflecken hin. Diese befand sich unterhalb des Sonnenäquators auf der rechten Seite der Sonnenscheibe und trug im Katalog die Nummer 4321.
Die Forscher betonen, dass Ereignisse auf der Rückseite der Sonne stets besonderes Interesse wecken. Sie können Auswirkungen auf das Weltraumwetter haben, sobald sich die aktive Region wieder in Richtung Erde dreht. Derzeit werden die verfügbaren Daten weiter ausgewertet. Neue Informationen könnten in den kommenden Tagen vorliegen.
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