Am Samstagabend, dem 19. Oktober, kam der Flugverkehr am größten Flughafen der Balearen – Palma de Mallorca – abrupt zum Stillstand. Eine Drohne tauchte im Luftraum auf und flog gefährlich nah an die Startbahn heran. Die Fluglotsen stoppten sofort alle Starts und Landungen, während Dutzende Flugzeuge über der Insel kreisten und auf die Freigabe warteten. Für viele Reisende in den Terminals war es eine Stunde voller Unruhe und Anspannung. Vorbereitet von der Redaktion vollveggie.de.
Wie die Luftfahrtbehörden reagierten
Die spanische Luftfahrtbehörde Enaire erklärte, die Drohne habe gegen 19:20 Uhr die Sicherheitszone des Flughafens verletzt. Um jedes Risiko zu vermeiden, wurde der gesamte Flugverkehr vorübergehend eingestellt. Mehrere Flüge wurden nach Barcelona und Ibiza umgeleitet. Nach rund vierzig Minuten konnten die Fluglotsen den Betrieb wieder aufnehmen, auch wenn einige Sonntagsflüge noch verspätet starteten.

Die Guardia Civil, zuständig für die Sicherheit des Luftraums, übernahm sofort die Ermittlungen. Die Polizei setzte eine eigene Drohne ein, um den Täter zu orten. Bisher blieb jedoch unklar, wer das Gerät gestartet hat und mit welcher Absicht. „Das war kein Spiel – die Drohne kam gefährlich nahe an Flugzeuge heran“, sagte ein beteiligter Beamter gegenüber spanischen Medien.
Mögliche Ursachen und Konsequenzen
Die Ermittler prüfen zwei Szenarien: einen unvorsichtigen Freizeitflug oder eine gezielte Verletzung der Vorschriften. In Spanien gilt ein striktes Verbot, Drohnen im Umkreis von fünf Kilometern um Flughäfen fliegen zu lassen. Wer dagegen verstößt, riskiert hohe Geldstrafen oder sogar Gefängnis, wenn die Sicherheit von Passagieren gefährdet wurde. Die Behörden planen nun, zusätzliche Radarsysteme zu installieren, um unerlaubte Flüge früher zu erkennen.

Drohnen werden in Europa zunehmend zum Problem
Einwohner Mallorcas berichten, dass solche Vorfälle immer häufiger vorkommen. In den letzten Monaten meldeten auch Flughäfen in London, Berlin und Warschau ähnliche Drohnen-Sichtungen. Experten warnen, dass erschwingliche Freizeitdrohnen eine wachsende Gefahr für die zivile Luftfahrt darstellen.
Der Flughafen Palma arbeitet inzwischen wieder normal, doch die Aufregung bleibt. Reisende teilen in sozialen Netzwerken Videos des Vorfalls und scherzen, dass „ein Urlaub auf Mallorca nie ohne Überraschungen verläuft“. Die Polizei verspricht, die Verantwortlichen zu finden und streng zu bestrafen – „denn mit dem Himmel spielt man nicht“.
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