Am heutigen Abend kam es am Essener Hauptbahnhof zu einem blutigen Zwischenfall. Ein junger Mann erlitt am Eingang zur U-Bahn nahe des Weihnachtsmarkts Stichverletzungen; Augenzeugen berichten, er sei von hinten attackiert worden. Der Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund einer großen syrischen Demonstration in der Innenstadt, wo es bereits zuvor wiederholt zu Problemen mit der Ordnung gekommen war. Das Opfer wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht und dort notoperiert. Die Polizei sperrte den Bereich am Haupteingang ab und lenkte den Personenstrom um. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion. Die Bilder wurden von der Website verwendet bild.de.
Pyrotechnik, verbotene Flaggen und Chaos am Hauptbahnhof
Die Demonstration zum Jahrestag des Sturzes des Assad-Regimes war von einem syrischen Staatsbürger angemeldet worden: Erwartet wurden bis zu 2.500 Teilnehmende, tatsächlich kamen jedoch mehr als 10.000 Menschen. In der Menge wurden mehrfach Feuerwerkskörper gezündet, verbotene Flaggen gezeigt und Autokorsos fuhren durch die City. Wegen des Andrangs geriet die Lage am Hauptbahnhof ins Chaotische: Böller detonierten, es kam zu Rangeleien, einige Zugänge zur Station wurden gesperrt, die Polizei setzte Helme auf. Zahlreiche Rettungswagen sowie Löschfahrzeuge waren im Einsatz. Nach Angaben von Augenzeugen hielt die angespannte Situation auch nach Ende des Zuges an.
Plötzlich ertönten Schreie am U-Bahn-Eingang: Ein junger Mann lag blutend am Boden, aus dem Rücken trat Blut aus. Zeugen schilderten, er sei dreimal mit einem Messer getroffen worden; der Täter tauchte in der Menge unter. Noch ist unklar, ob das Opfer oder der mutmaßliche Angreifer an der Demonstration teilnahmen. Einsatzkräfte weiteten den Absperrkreis aus und beschränkten den Zugang zum Bahnhofsvorplatz. Mediziner stabilisierten den Zustand des Mannes und brachten ihn umgehend in eine Klinik, wo Chirurgen die Operation einleiteten.


Ermittler vernehmen Zeugen und prüfen Verdächtige
Die Mordkommission ermittelt: Eine Tatortgruppe arbeitet am Hauptbahnhof, die Kriminalpolizei befragt mehrere Zeugen. Mehrere mögliche Verdächtige in Tatortnähe wurden von einer Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit überprüft. Zudem inspizierten die Beamten nahe gelegene Müllcontainer auf eine mögliche Tatwaffe. Die Polizei setzt verstärkte Streifen am Bahnhof und in den angrenzenden Straßen fort und sichert Videomaterial von Überwachungskameras. Weitere Informationen zur Identität des Angreifers liegen derzeit nicht vor.
Erinnern wir daran, dass wir auch darüber geschrieben haben Stalker verfolgte Liverpool-Profi Marie Höbinger.
