Die Tragödie von Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) nimmt eine neue Wendung. Am frühen Donnerstagmorgen durchsuchte die Polizei mehrere Häuser im Dorf Reimershagen, darunter auch das Haus der ehemaligen Freundin von Fabians Vater – jener Frau, die im Oktober die Leiche des Jungen gefunden hatte. Nach Angaben der Ermittler waren rund 120 Einsatzkräfte, darunter Kriminaltechniker und Spürhunde, im Einsatz. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion.
Laut der Staatsanwaltschaft Rostock stehen die Durchsuchungen im Zusammenhang mit dem Mord an dem achtjährigen Fabian, der am 10. Oktober spurlos verschwunden war. Vier Tage später wurde seine verbrannte Leiche an einem Teich bei Klein Upahl entdeckt. Die Frau, die den schrecklichen Fund machte, führte dort gerade ihren Hund aus – heute steht sie erneut im Fokus der Ermittlungen.
TV-Sendung „Aktenzeichen XY“ liefert neue Hinweise
Am Mittwochabend wurde der Fall Fabian in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“ vorgestellt. Während der Ausstrahlung zeigten Polizei und Staatsanwaltschaft ein Foto vom Fundort der Leiche – auf dem Bild sind Flammen zu sehen, die aus dem Gebüsch am Teich schlagen. Nach Einschätzung der Ermittler könnte das Foto genau den Moment zeigen, in dem der Täter Fabians Körper anzündete, um Spuren zu verwischen.
Chef-Ermittler Frank Focke erklärte, Fabian sei vermutlich zwischen 11:00 und 15:00 Uhr am Tag seines Verschwindens getötet und anschließend mit einem Auto transportiert worden. Nach der TV-Ausstrahlung erhielt die Polizei zahlreiche neue Hinweise – einige davon seien laut Behörden „außerordentlich vielversprechend“.

Ermittler prüfen Personen aus Fabians Umfeld
Derzeit konzentrieren sich die Ermittlungen auf Personen aus Fabians direktem Umfeld. Bereits im Herbst 2024 war das Anwesen in Reimershagen durchsucht worden – nun kehrten die Beamten zurück. Diesmal stellten sie mehrere Gegenstände sicher, darunter auch Schuhe, die möglicherweise mit dem Tatort in Verbindung stehen. Festnahmen gab es bislang keine, doch laut Staatsanwaltschaft „kommt die Untersuchung voran“.
Am Tag seines Verschwindens blieb Fabian zu Hause, weil er sich krank fühlte und nicht zur Schule ging. Als seine Mutter nach der Arbeit zurückkehrte, war er verschwunden. Suchhunde verfolgten seine Spur zunächst bis zum Busbahnhof in Güstrow und dann bis zum Haus des Vaters – dort verlor sich jede Spur.
Ganz Deutschland verfolgte die Suche mit Entsetzen. Nach dem Fund der Leiche versammelten sich Hunderte Menschen in Güstrow zu einer Trauerfeier und stellten Kerzen vor der St.-Marien-Kirche auf.

Polizei setzt weiter auf Hinweise aus der Bevölkerung
Die Ermittler schließen nicht aus, dass der Täter das Kind kannte. Sie bitten Zeugen, die Fabian am 10. Oktober in der Schweriner Straße oder in der Nähe von Klein Upahl gesehen haben, sich unter der Telefonnummer 0381-49160 zu melden. Jeder Hinweis könnte entscheidend sein.
Die Ermittlungen dauern an – und ganz Deutschland fragt sich, wer dem achtjährigen Jungen das Leben nahm und warum.
Erinnern wir daran, dass wir auch darüber geschrieben haben Mord an Fabian (†8): Polizei durchsucht Bauernhof bei Güstrow.
