Frankfurt – Zum ersten Mal hat in Frankfurt eine Künstliche Intelligenz eine vermisste Jugendliche aufgespürt. Am 8. Oktober 2025 meldete eine psychiatrische Einrichtung in Hessen eine 16-Jährige als verschwunden. In ihrem Zimmer lag ein Abschiedsbrief, die Polizei löste sofort Alarm aus. Hinweise deuteten darauf hin, dass sich das Mädchen im Frankfurter Bahnhofsviertel aufhalten könnte. Vorbereitet von der Redaktion vollveggie.de
Dort befindet sich seit Kurzem ein KI-gestütztes Videoüberwachungssystem mit Gesichtserkennung. Diese Technologie darf laut hessischem Polizeigesetz nur in Ausnahmefällen genutzt werden – etwa bei der Suche nach Vermissten oder Opfern von Menschenhandel. Polizeipräsident Stefan Müller erließ eine Eilanordnung, die später von einer Richterin bestätigt wurde.
Am Abend des 9. Oktober schlug die Technik an. Eine Kamera in der Taunusstraße erkannte das Gesicht der Vermissten und meldete eine Übereinstimmung. Nur wenig später konnte ein Streifenteam das Mädchen unversehrt finden und in Sicherheit bringen.
„Das ist der erste Fall, in dem unsere Beamten dank des Systems eine Person tatsächlich zurückführen konnten“, sagte ein Polizeisprecher. „Zuvor hatte die KI zwar schon Treffer gemeldet, doch die Gesuchten waren meist bereits eigenständig zurückgekehrt.“

Für die Polizei ist der Fall ein Beweis für die Wirksamkeit der neuen Technologie. Polizeipräsident Müller betonte: „Der erste echte Treffer zeigt, wie moderne Technik auf Grundlage des neuen Polizeigesetzes zuverlässig helfen kann, Menschenleben zu schützen. Die Entscheidung trifft am Ende aber immer ein Mensch – so auch in diesem Fall.“
Erinnern wir daran, dass wir auch darüber geschrieben haben Mord an Fabian (†8): Polizei durchsucht Bauernhof bei Güstrow.
