Hannover/Karlsruhe – Mitten im Wochenendbetrieb rückte die Polizei in mehreren deutschen Städten zu großangelegten Kontrollen im Rotlichtmilieu aus. In Hannover waren laut „NDR“ Hunderte Beamte im Steintorviertel unterwegs und nahmen Bars, Diskotheken und Laufhäuser ins Visier. Selbst ein Glücksspielautomat wurde beschlagnahmt. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion.
Türsteher stehen im Zentrum der Ermittlungen
Besondere Aufmerksamkeit galt den Türstehern der Clubs. Die Polizei spricht von einer „Parallelgesellschaft“, die sich im Steintor etabliert habe und „in Teilen enge Verbindungen zu kriminellen Gruppierungen“ aufweise. Laut Ermittlungen gingen viele Türsteher ihrer Arbeit inoffiziell nach – offiziell arbeitslos gemeldet, vor Ort jedoch bar bezahlt. Damit umgehen sie Sozialversicherungsbeiträge, so die Behörden.
Zwölf Ermittlungsverfahren eingeleitet
Die Einsatzkräfte überprüften 150 Personen, durchsuchten 60 Menschen sowie zwölf Fahrzeuge. Dabei stellten sie Schlagstöcke, Reizstoffsprühgeräte und weiteres verbotenes Material sicher. Insgesamt leitete die Polizei zwölf Verfahren wegen Verstößen gegen die Waffenverbotszone ein, dazu acht weitere wegen illegalen Glücksspiels. Festgenommen wurde niemand.
Polizeivizepräsident Stefan Sengel betonte: „Wir nehmen es nicht hin, dass an einem der am stärksten frequentierten Orte in Hannover Strukturen entstehen, die ihre eigenen Regeln entwickeln und durchsetzen und dabei den Rechtsstaat missachten.“



Nachtclub in Karlsruhe wegen Drogen im Visier
Auch in Karlsruhe gab es in der Nacht zum Sonntag einen massiven Polizeieinsatz. Beamte durchsuchten den Nachtclub „Agostea“, wie unter anderem der „SWR“ berichtet. Grund dafür war der Verdacht auf Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.
Laut „KA-News“ drangen schwer bewaffnete Einsatzkräfte in das Gebäude ein und kontrollierten sämtliche Räume des Clubs. Die Durchsuchung dauerte rund drei Stunden. Gegen 0.30 Uhr durfte der Betrieb wieder öffnen und Gäste einlassen.
Die Polizei stellte nach eigenen Angaben Drogen sicher. Festnahmen gab es auch in Karlsruhe nicht. Neben der Polizei waren Zollbeamte sowie Vertreter der Stadt am Einsatz beteiligt.
Erinnern wir daran, dass wir auch darüber geschrieben haben Schulbrief zu Kopfbedeckungen löst Bombendrohung in Melle aus.
