Am 27. Dezember ist in der Ukraine der Kommandeur des „Russischen Freiwilligenkorps“ (RDK) Denis Kapustin ums Leben gekommen. Er war auch unter dem Pseudonym WhiteRex sowie dem Nachnamen Nikitin bekannt. Das berichteten Quellen von RBK-Ukraine. Kapustin stand seit der Gründung an der Spitze des RDK und galt als dessen öffentliches Gesicht. Die Einheit besteht überwiegend aus russischen Staatsbürgern, die auf Seiten der Ukraine kämpfen. Im August 2022 wurde das Korps offiziell in die Struktur des ukrainischen Militärgeheimdienstes eingegliedert. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion.
Wer Denis Kapustin war
Denis Kapustin wurde 1984 in Moskau geboren. Im Jugendalter emigrierte er gemeinsam mit seiner Familie nach Deutschland und ließ sich in Köln nieder. Später studierte er in den Niederlanden. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde er unter dem Namen White Rex bekannt. Kapustin galt als rechtsextremer Aktivist und gründete die Marke White Rex, unter der Kleidung mit rechtsradikaler Symbolik vertrieben wurde.
Darüber hinaus organisierte er Turniere im Bereich Mixed Martial Arts und betrieb selbst Boxen sowie MMA. In Interviews mit Medien räumte Kapustin ein, in jungen Jahren Teil der Fußball-Hooligan-Szene gewesen zu sein. Nach eigenen Angaben suchte er damals ein aktives und intensives Lebensumfeld. Gleichzeitig bestritt er öffentlich Vorwürfe, Verbindungen zu neonazistischen Bewegungen zu haben. Solche Anschuldigungen wurden regelmäßig von russischer Seite erhoben.
Wofür er in der Ukraine bekannt war
Bereits vor seinem Umzug unterstützte Kapustin öffentlich die Ereignisse der Revolution der Würde. Im Jahr 2017 ließ er sich dauerhaft in der Ukraine nieder und begründete diesen Schritt mit persönlichen Motiven. Dort setzte er seine Arbeit an sportbezogenen Projekten im Bereich der Kampfkünste fort. Mit der Zeit engagierte er sich auch stärker im öffentlichen und medialen Raum.
Jahr 2022 initiierte Kapustin die Gründung des Russischen Freiwilligenkorps. Der RDK vereinte Russen, die sich entschieden hatten, auf Seiten der Ukraine zu kämpfen. Wie Kapustin selbst erklärte, setzte sich der Kern der Einheit aus Freiwilligen mit sehr unterschiedlichem Hintergrund zusammen. Dazu zählten ehemalige Soldaten der russischen Armee, frühere Angehörige von Sicherheitsbehörden sowie Vertreter nationalistischer Bewegungen. Die genaue Stärke des Korps wurde offiziell nicht bekannt gegeben.

In den Jahren 2023 und 2024 erlangte der RDK durch Einsätze in russischen Grenzregionen größere Aufmerksamkeit. Diese Aktionen wurden gemeinsam mit anderen freiwilligen Formationen durchgeführt. Dabei gelang es den Kämpfern zeitweise, die Kontrolle über einzelne Ortschaften und Infrastrukturobjekte zu übernehmen. Berichte über diese Operationen wurden regelmäßig in öffentlichen Mitteilungen des Korps veröffentlicht.
In Russland wurde Denis Kapustin in Abwesenheit verurteilt. Im Jahr 2024 verhängte ein russisches Militärgericht eine lebenslange Haftstrafe gegen ihn im Zusammenhang mit einem Einsatz in der Region Brjansk. Zuvor waren gegen ihn bereits weitere schwere Vorwürfe erhoben worden. Kapustin wies diese Anschuldigungen zurück und bezeichnete sie als politisch motiviert.
Erinnern wir daran, früher haben wir berichtet: Schusswaffeneinsatz in Berlin-Hellersdorf: Polizist schießt bei nächtlichem Großeinsatz.
