Der bekannte deutsche Hundetrainer und TV-Moderator Martin Rütter bereitet sich darauf vor, einen Schlussstrich unter seine Bühnenkarriere zu ziehen. Der Entertainer hat angekündigt, ab Oktober 2026 auf Abschiedstournee zu gehen, die bis Ende April 2028 dauern soll. Danach möchte er sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückziehen und neue Schwerpunkte setzen. Offen sprach Rütter darüber in der MDR-Talkshow Riverboat. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion.
Wie Martin Rütter betont, hat seine Entscheidung nichts mit Erschöpfung oder mangelnder Lust zu tun. „Ich habe die Veranstaltungen jeden Abend gerne gemacht. Ich bin also nicht müde und sage nicht: ‚Ich habe keine Lust mehr‘, aber ich finde es charmant und luxuriös, an einem Punkt zu sagen: Danke, das war’s – wenn es noch richtig gut läuft“, erklärte er im Gespräch. Für Rütter ist es entscheidend, den richtigen Zeitpunkt zu erkennen und nicht zu lange auf der Bühne zu bleiben.
„Ich möchte nicht jemand werden, der nur von früher erzählt“
Einer der zentralen Gründe für seinen Entschluss ist die Angst, den Absprung zu verpassen. „Meine Sorge ist, den Moment zu verpassen, an dem die Leute sagen: Das war früher mal gut, aber jetzt erzählt der Opa nur noch von alten Zeiten“, sagte Martin Rütter offen. In der Sendung griff Moderator Joachim Llambi dieses Thema auf und erinnerte an Rütters frühere Aussagen, dass er nicht so enden wolle wie manche TV-Ikonen.
Rütter machte deutlich, dass er Comebacks prominenter Fernsehmacher sehr genau beobachtet – und nicht immer überzeugt ist. Er betonte, dass er großen Respekt vor Menschen habe, die auch im Alter mit der Zeit gehen und sich weiterentwickeln. Gleichzeitig sei genau das nicht jedem gelungen. Besonders kritisch äußerte er sich zum Comeback von Stefan Raab. „Als ich gehört habe, dass Stefan zurückkommt, habe ich mich total gefreut und gedacht: Das wird großartig. Dann schaut man sich drei Sendungen an und denkt: Ja, das war mal großartig. Und diesen Moment möchte ich einfach nicht erleben“, so Martin Rütter.

Abschiedstournee und neuer Lebensfokus
Die Abschiedstournee von Martin Rütter wird noch einmal groß angelegt sein: Rund 120 Shows sind geplant, die ihn durch zahlreiche Städte führen werden. Damit endet eine außergewöhnlich lange Bühnenlaufbahn. Seit rund 30 Jahren arbeitet Rütter als Hundetrainer, seit etwa 25 Jahren tourt er mit eigenen Programmen und seit fast 17 Jahren ist er aus dem deutschen Fernsehen nicht mehr wegzudenken – vor allem durch Formate wie Der Hundeprofi. Trotz weiterhin gut gefüllter Hallen räumt er ein, dass die Arbeit auf der Bühne sehr kräftezehrend ist.
Neben dem Wunsch, seine Karriere würdevoll zu beenden, verschieben sich auch seine persönlichen Prioritäten. Immer stärker rückt für ihn der Tierschutz in den Mittelpunkt. Besonders in der Weihnachtszeit beobachtet Martin Rütter kritisch, dass Hunde häufig als Geschenk für Kinder angeschafft werden. „Ich würde mir sehr wünschen, dass Eltern bei ihren Kindern ein Bewusstsein für Tiere schaffen und gemeinsam mit ihnen ins Tierheim gehen“, erklärte er. Nach dem Ende der Tourneen möchte er sich genau diesen Themen intensiver widmen.
Erinnern wir daran, früher haben wir berichtet: Wer ist Cathy Fischer? Karriere, Hobbys, Familie und Biografie.
