Im Norden beschäftigen derzeit zwei brutale Einbrüche die Polizei. In Kiel wurde ein Ehepaar in seinem eigenen Einfamilienhaus überfallen und im Keller eingeschlossen. Nur zwei Tage später löste in Hamburg eine Einbruch-App einen Polizeieinsatz aus, bei dem ein Tatverdächtiger festgenommen wurde. Die Ermittler prüfen, ob Parallelen bestehen – und suchen nach weiteren Zeugen. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion unter Bezugnahme auf bild.de.
Der erste Überfall ereignete sich am Mittwoch zwischen 18 und 19 Uhr in der Hecktstraße im Kieler Stadtteil Pries-Friedrichsort. Zwei dunkel gekleidete, maskierte Männer drangen in das Haus ein, in dem sich zu diesem Zeitpunkt nur der Ehemann befand. Die Täter bedrohten ihn mit einer Schusswaffe und forderten Bargeld. Kurz darauf kehrte die Ehefrau von einem Spaziergang mit dem Hund zurück und wurde ebenfalls überwältigt. Die Angreifer zwangen das Paar in den Keller und sperrten es dort ein. In dem Raum kam es zu einer Auseinandersetzung, bei der der Mann mit einem Messer verletzt wurde.
Während die Eheleute eingeschlossen waren, durchwühlten die Täter das gesamte Haus und nahmen Bargeld an sich. Erst nachdem sie geflohen waren, konnte sich das Paar befreien und die Polizei alarmieren. Eine sofort eingeleitete Großfahndung verlief erfolglos. Die Polizei sucht nun dringend Zeugen, die am Tattag oder in den Tagen davor etwas Verdächtiges in der Hecktstraße beobachtet haben – unbekannte Personen, Fahrzeuge oder mögliche Ausspähversuche. Hinweise werden unter 0431 / 160–3333 entgegengenommen.
Der zweite Fall
Der zweite Fall spielte sich am Freitagabend im Hamburger Stadtteil Sasel ab. Gegen 19.50 Uhr warnte eine Einbruch-App auf dem Handy eines Hausbesitzers vor verdächtiger Aktivität. Über die Live-Videoverbindung sah er zwei Männer durch die Räume laufen und wählte sofort den Notruf. Mehrere Streifenwagen sowie der Polizeihubschrauber „Libelle“ fuhren den Einsatzort an. Als die Beamten eintrafen, flüchteten die beiden Verdächtigen über das Grundstück. Dank einer präzisen Personenbeschreibung konnte ein 32 Jahre alter Mann in Tatortnähe festgenommen werden. Sein mutmaßlicher Komplize entkam unerkannt.
Nach bisherigen Erkenntnissen erbeuteten die Täter wertvollen Schmuck. Bei dem Festgenommenen wurde jedoch keine Beute gefunden. Die Kripo ermittelt, ob ein Zusammenhang zwischen den Einbrüchen besteht oder ob die Täter unabhängig voneinander agierten. In beiden Fällen bittet die Polizei um erhöhte Aufmerksamkeit in der Nachbarschaft.
Erinnern wir daran, dass wir auch darüber geschrieben haben Tödliches Unglück am Güterbahnhof Köln.
