Hannoversch Münden (Niedersachsen) – Für rund 400 Beschäftigte des japanischen Autozulieferers Musashi in Deutschland hat sich die schlimmste Befürchtung bestätigt: Sie verlieren ihren Arbeitsplatz. Das Werk in Hannoversch Münden wird geschlossen, in Lüchow fallen rund 100 Stellen weg, und auch die Zerspanung in Leinefelde (Thüringen) steht vor dem Aus. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion. Die Bilder werden zu illustrativen Zwecken bereitgestellt.
Wie das Unternehmen erklärte, einigte man sich am 6. und 7. Dezember mit der IG Metall auf ein Paket aus Abfindungen, Qualifizierungsangeboten und sozialer Absicherung. Ziel sei es, Härten abzufedern und Beschäftigten eine Perspektive durch Weiterbildungsmaßnahmen zu ermöglichen.
Der wirtschaftliche Druck ist enorm, wie Verhandlungsführer und Personaldirektor Stefan Preuße (48) gegenüber BILD erläutert: „Musashi ist wie andere Automobilzulieferer von der schweren Krise im Automobilsektor betroffen. Unsere japanischen Gesellschafter haben in den letzten Jahren Verluste in Höhe von über 100 Millionen Euro mitgetragen.“
Für die rund 400 Mitarbeiter, die ihren Arbeitsplatz verlieren, haben wir mit der IG Metall ein Paket verhandelt.“
Die ersten Kündigungen sollen im September 2026 wirksam werden. Ziel der Einigung sei es zudem gewesen, für Musashi und die Belegschaft eine langfristige Perspektive in Deutschland zu sichern. Preuße: „Das ist uns gelungen.“
Wann wird das Werk geschlossen?
Nach Informationen von BILD soll der Standort Hann. Münden spätestens zum 31. März 2027 schließen. Teile der Produktion werden nach Bad Sobernheim, Bockenau und Grolsheim in Rheinland-Pfalz verlagert. In Leinefelde wird die Zerspanung eingestellt, während die Schmiede erhalten bleibt.
Der Abbau der Stellen soll an allen betroffenen Standorten in drei Stufen erfolgen: zum 28. Februar 2026, zum 31. Mai 2026 und zum 31. August 2026. Laut internen Plänen entfallen die Arbeitsplätze dann zum 30. September 2026, zum 31. Dezember 2026 und zum 31. März 2027. Diese Schritte stehen noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Gremien, die bis zum 16. Dezember erfolgen soll.
Erinnern wir daran, dass wir auch darüber geschrieben haben Frau in Leipzig zwischen zwei Straßenbahnen eingeklemmt.
