Duisburg (NRW) – Bahnreisende brauchen jetzt Geduld. Ab Freitagabend, 9. Januar, wird die wichtige Verbindung zwischen Duisburg und Essen für vier Wochen komplett gesperrt. Die Arbeiten starten um 21 Uhr und treffen nicht nur Pendler im Ruhrgebiet, sondern haben spürbare Folgen für den Nah-, Regional- und Fernverkehr in ganz Deutschland. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion.
Die Deutsche Bahn nutzt die durchgehende Sperrung für umfangreiche Sanierungsarbeiten an der Schieneninfrastruktur im Ruhrgebiet. Hintergrund sind langjährige Bauarbeiten am Kreuz Kaiserberg bei Duisburg, wo ohnehin regelmäßig A3 und A40 gesperrt werden. Während die Autobahnen zwischendurch wieder freigegeben werden, bleiben die Gleise nun einen Monat lang dicht – eine seltene Konstellation, die das Bahnnetz deutlich belastet.

Fernverkehr: weniger Direktzüge, Umleitungen und Ausfälle
Im Fernverkehr gibt es spürbare Einschnitte. Von Essen aus fahren ICE-Züge weiterhin stündlich nach Berlin und zurück. Zwischen Düsseldorf und Berlin sowie zwischen Köln und der Hauptstadt gibt es wegen der Baustelle jedoch nur noch alle zwei Stunden Direktverbindungen. Viele Züge Richtung Nord-, Ost- und Süddeutschland werden umgeleitet oder fallen auf Teilstrecken aus.
Besonders hart trifft es Duisburg und Oberhausen: Dort entfallen während der Sperrung sämtliche Fernverkehrshalte. Für Essen und Bochum bleiben Direktverbindungen nach Berlin bestehen, in andere Richtungen sind Umstiege über Dortmund oder Gelsenkirchen nötig.
Regional- und Nahverkehr: lange Liste betroffener Linien
Für Pendler im Regional- und Nahverkehr ist die Lage besonders angespannt. Betroffen sind unter anderem die Linien RE 1, RE 2, RE 3, RE 5, RE 11, RE 19, RE 32, RE 33, RE 35, RE 42, RE 44 sowie die S-Bahn S 1 zwischen Essen, Duisburg und Düsseldorf. Fahrzeiten und Linienführungen ändern sich teils täglich, die Bahn empfiehlt ausdrücklich die tagesaktuelle Fahrplanauskunft.
Immerhin gibt es Ersatzangebote: Für die Regionalzüge RE 1 und RE 19 fahren tagsüber Busse im Zehn-Minuten-Takt. Sie verbinden Essen, Mülheim an der Ruhr und Duisburg (RE 1) sowie Oberhausen und Duisburg (RE 19).

Nach aktuellem Stand soll die Strecke am 6. Februar um 21 Uhr wieder freigegeben werden. Bis dahin heißt es für viele Fahrgäste: mehr Zeit einplanen und regelmäßig die Verbindungen prüfen.
Erinnern wir daran, früher haben wir berichtet: Schulen wegen Wetterlage geschlossen.
