In Ludwigsburg hat der Prozess gegen zwei Brüder begonnen, die beschuldigt werden, ein illegales Autorennen veranstaltet zu haben, bei dem zwei junge Frauen, Selin K. (22) und Merve K. (23), ums Leben kamen. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion. Die Bilder wurden von der Website verwendet bild.de.
Am 20. März fuhren die jungen Frauen mit ihrem Ford Focus aus einer Tankstelle, als der 455 PS starke Mercedes S-Class von Gürkan U. mit einer Geschwindigkeit von 150 km/h in ihren Wagen krachte. Der Aufprall schleuderte die Frauen mit ihrem Auto etwa 20 Meter weit gegen einen Baum und eine Mauer. Beide starben noch am Unfallort. Der Vorfall erschütterte nicht nur die Region, sondern auch die Angehörigen der Verstorbenen. Auf der Beerdigung waren 2000 Trauergäste anwesend, und auch der Gerichtssaal war mit 130 Zuschauern voll besetzt.
Video vom Tatort
Laut der Staatsanwaltschaft war auch der ältere Bruder von Gürkan, Ismail U., in das Rennen verwickelt. Er konnte nach dem Vorfall fliehen, wurde jedoch drei Wochen später festgenommen. In seinem Mercedes befand sich auch ein weiterer Beteiligter, der 25-jährige Cousin der Brüder, der das Rennen mit seiner Kamera filmte. Staatsanwalt Andreas Kienle erklärte, dass der Cousin die Aufgabe hatte, das Rennen zu dokumentieren.
Schockierende Details
Während des Verfahrens kamen erschreckende Details ans Licht. Ismail U. soll nach dem Unfall zu Fuß zurückgekehrt und sich als Unbeteiligter ausgegeben haben. Laut den Ermittlungen hat er sich an der Tankstelle umgezogen, um sich zu tarnen, und sich später den Trauernden angeschlossen, die vor der Moschee in Ludwigsburg um Merve und Selin weinten.

Gerichtsverfahren
Gürkan U. wird des doppelt Mordes beschuldigt, während Ismail U. des versuchten Mordes angeklagt wird. Staatsanwalt Kienle erklärte, dass die beiden Frauen „nicht mit einem Angriff auf ihr Leben rechneten“ und dass sie „heimtückisch, aus niedrigen Beweggründen und mit einem gemeingefährlichen Mittel ermordet“ wurden. Während des Verfahrens brachen die Angehörigen in Tränen aus. Das Urteil wird für April erwartet.
Erinnern wir daran, dass wir auch darüber geschrieben haben In Leipzig stellte sich der Serienbrandstifter als Feuerwehrmann heraus.
