Am zweiten Weihnachtstag kam es in Berlin-Hellersdorf zu einem Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften. Mehrere Personen randalierten am frühen Morgen in einem Mehrfamilienhaus. Als Einsatzkräfte eintrafen, bedrohten Angreifer die Beamten mit einer Stichwaffe. Ein Polizist gab schließlich einen Schuss ab. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion. Die Bilder wurden von der Website verwendet bild.de.
Der Einsatz begann gegen 6 Uhr in einem Wohnhaus in der Erich-Kästner-Straße im Stadtteil Hellersdorf. Auslöser war der Anruf einer Mieterin, die meldete, dass mehrere Personen im Treppenhaus randalierten und andere Bewohner durch ständiges Klingeln belästigten. Wie Polizeisprecherin Valeska Jakubowski erklärte, lautete das ursprüngliche Einsatzstichwort „ruhestörender Lärm“.
Vor Ort eskalierte die Lage jedoch schnell. Zwei Polizisten betraten den Hausflur, um sich einen Überblick zu verschaffen. Nach Angaben der Polizei griffen die randalierenden Personen die Beamten sofort an. Es kam zu Schlägen und Tritten, die Situation wurde innerhalb weniger Sekunden unübersichtlich.
Kurz darauf zog ein Beamter seine Dienstwaffe. Laut Polizei näherte sich einer der Angreifer mit einem spitzen Gegenstand in der Hand einem Polizisten. Ob er zustechen wollte, ist derzeit unklar. Aus Sicht des Beamten habe jedoch eine akute Bedrohung bestanden. Er schoss dem Mann ins Bein.

Rettungskräfte brachten den verletzten Angreifer in ein Krankenhaus, wo er operiert wurde. Auch die beiden beteiligten Polizisten mussten medizinisch versorgt werden. Zu ihrem Zustand machte die Polizei keine näheren Angaben.
Wie bei jedem Schusswaffengebrauch im Einsatz hat eine Mordkommission der Berliner Polizei die Ermittlungen übernommen. Sie soll nun klären, ob der Schuss rechtlich gerechtfertigt war und wie genau sich die Situation im Hausflur entwickelte.
Erinnern wir daran, früher haben wir berichtet: Neue Details im Fall der toten Familie aus Liechtenstein.
