In der Nacht vom 6. auf den 7. November können die Menschen in Deutschland ein außergewöhnlich seltenes Naturphänomen beobachten – das Nordlicht. Grund dafür ist ein starker geomagnetischer Sturm, der durch eine intensive Sonnenaktivität ausgelöst wurde. Laut dem bekannten Astronomie-Popularisator Karol Wójcicki, Autor des Blogs „Mit dem Kopf in den Sternen“, könnte diese Nacht eine der spektakulärsten seit Monaten werden. Er vergleicht die Situation mit dem Mai 2024, als Polarlichter über ganz Europa zu sehen waren. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion.
Ein Nordlicht entsteht, wenn geladene Teilchen des Sonnenwinds auf die Erdatmosphäre treffen. Beim Kontakt mit Sauerstoff und Stickstoff entstehen leuchtende Bögen und farbige Streifen am Himmel. Normalerweise ist dieses Phänomen nur in nördlichen Regionen sichtbar. Doch bei besonders starken Sonnenstürmen kann es auch weiter südlich erscheinen. Nach Angaben der US-Behörde NOAA hat die erste Welle geladener Teilchen bereits die Erde erreicht und einen geomagnetischen Sturm der Stärke G3 ausgelöst. Eine weitere Welle wird in der Nacht vom 6. auf den 7. November erwartet – die Chancen, das Nordlicht über Deutschland zu sehen, stehen daher gut.
So kann man sich auf die Beobachtung des Nordlichts vorbereiten
Um das Nordlicht klar erkennen zu können, sollte man Orte außerhalb der Städte wählen – fernab von künstlichem Licht. Der Mond wird in dieser Nacht voll sein und das Himmelsleuchten etwas überstrahlen, doch bei klarem Himmel bleibt das Phänomen deutlich sichtbar. Die besten Beobachtungsbedingungen werden in der Mitte und im Westen Deutschlands erwartet, wo die Wetterprognosen einen wolkenlosen Himmel vorhersagen. In den östlichen Regionen, vor allem in Brandenburg und Sachsen, kann es zeitweise bewölkt sein. Experten raten außerdem, sich warm anzuziehen, da die Temperaturen in manchen Gebieten auf unter fünf Grad fallen können.

Die Sonnenaktivität bleibt weiterhin hoch und könnte noch mehrere Tage andauern. Deshalb besteht bis zum 8. November die Möglichkeit, das Nordlicht zu sehen. Wójcicki betont, dass solche Ereignisse äußerst selten sind und immer großes Interesse wecken – sowohl bei Wissenschaftlern als auch bei Himmelsbeobachtern. Viele Deutsche teilen bereits in den sozialen Medien Fotos des Nordlichts, die sie in den vergangenen Nächten aufgenommen haben.
Erinnern wir daran, dass wir auch darüber geschrieben haben Fall Fabian: Durchbruch bei den Ermittlungen zum Mord an dem achtjährigen Jungen?
