Das Sturmtief „Joshua“ sorgt ab Donnerstagabend für heftiges unwetter sturm über Norddeutschland. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Orkanböen bis Windstärke 12. Schon jetzt hat der Sturm erste Schäden verursacht und führt zu Ausfällen im Fährverkehr. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion unter Bezugnahme auf bitbetnews.com.
Baum kracht auf Wohnhaus in Löningen
Im Landkreis Cloppenburg entwurzelte der Sturm einen Baum, der auf ein Wohnhaus in Löningen stürzte. Laut Feuerwehrsprecher habe man den Baum zunächst auf dem Dach liegen lassen: „Wenn wir ihn jetzt zersägen, könnte er sich drehen und noch mehr Schaden anrichten.“ Erst mit einem Kran soll der Baum später vorsichtig entfernt werden.

Offizielle Unwetterwarnung für die Nordseeküste
Der DWD hat eine amtliche Warnung für die Nordsee, Ostfriesischen und Nordfriesischen Inseln herausgegeben. „Joshua“ bringt nach Angaben von Meteorologe Karsten Kürbis starken Wind, Gewitter und kräftige Schauer. In der ersten Nachthälfte verstärkt sich der Wind deutlich – besonders im Südwesten Niedersachsens, im Oldenburger Land und im Harz. Auf dem Brocken sind sogar Orkanböen mit über 120 km/h möglich.
Sturm erreicht den gesamten Norden in der Nacht
Ab etwa 2 Uhr nachts wird das unwetter sturm alle Regionen Niedersachsens treffen – von den Inseln bis zum Binnenland. Böen bis Windstärke 11, teilweise 12, werden erwartet. Auch Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern müssen sich auf starke Stürme und Regen einstellen. An der Nordsee drohen orkanartige Böen und erhöhte Wasserstände.
Kreuzfahrtschiff AIDAperla verkürzt Route
Wegen des heftigen Herbststurms musste das Kreuzfahrtschiff „AIDAperla“ seine Reise durch Norwegen abbrechen. Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, kehrt das Schiff bereits am Freitag – einen Tag früher als geplant – in den Hamburger Hafen zurück.
Sturmflut an der Nordsee erwartet
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) warnt vor einer möglichen Sturmflut an der Nordseeküste. Zwischen Freitag und Sonntag könnten Wasserstände deutlich über dem Normalwert liegen – besonders im Weser- und Elbegebiet. In Hamburg wird in der Nacht auf Freitag mit Hochwasser bis zu zwei Meter über dem mittleren Pegel gerechnet. Autofahrer sollten ihre Fahrzeuge nicht in der Nähe des Fischmarkts abstellen.
An der Ostsee hingegen sorgt der kräftige Wind für Niedrigwasser, weil er das Wasser Richtung Osten drückt. Am Samstag soll der Wind drehen – von Südwest auf Nordwest.
„Im Herbst ist eine Sturmflut nichts Ungewöhnliches“
Laut dem BSH sind starker Wind während der Flut und auflandige Windrichtungen typische Auslöser für Sturmfluten. „Eine Sturmflut in dieser Höhe ist im Herbst ein normales Ereignis“, erklärte das Amt auf Anfrage des NDR. Die Küstenländer seien gut vorbereitet. Doch der Klimawandel verschärft die Lage: Mit dem steigenden Meeresspiegel erhöht sich auch das Risiko höherer Wasserstände bei Sturmfluten.
Worauf Bürger jetzt achten sollten
- Fähren können kurzfristig ausfallen
- Straßen- und Zugverkehr werden beeinträchtigt
- Reisende sollten aktuelle Informationen in der Bahn-App prüfen
- Lose Gegenstände im Garten sichern
- Fahrzeuge möglichst nicht unter Bäumen abstellen

Wind bleibt auch nach dem Wochenende stark
Am Freitag liegen die Temperaturen bei rund 12 Grad. Laut Meteorologe Kürbis bleibt das Wetter bis Sonntag windig bis stürmisch. Danach beruhigt sich die Lage etwas, doch kräftige Winde und Schauer werden den Norden auch in der kommenden Woche begleiten.
Erinnern wir daran, dass wir auch darüber geschrieben haben Brutale Vergewaltigung in Soest.
