Am Weihnachtsmorgen ist es in der Justizvollzugsanstalt Bützow (Mecklenburg-Vorpommern) zu einem tragischen Vorfall gekommen. Mitarbeiter entdeckten beim Aufschließen einer Zelle einen 27-jährigen Häftling leblos. Trotz sofortiger Hilfe kam für den Mann jede Rettung zu spät. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen. as Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion. Die Bilder wurden von der Website verwendet bild.de.
Wie das Justizministerium von Mecklenburg-Vorpommern mitteilte, wurde der Häftling am Donnerstagmorgen tot in seiner Zelle gefunden. Bedienstete leiteten umgehend Wiederbelebungsmaßnahmen ein. Doch diese blieben erfolglos. Ministeriumssprecher Tilo Stolpe erklärte auf Anfrage: „Trotz sofort eingeleiteter Reanimation durch die Bediensteten konnte der unverzüglich verständigte Notarzt nur noch den Tod feststellen.“
Die genauen Hintergründe des Todes sind bislang unklar. Nach ersten Erkenntnissen gebe es derzeit keine Hinweise auf Fremdeinwirkung oder einen Suizid. Eine Obduktion soll nun klären, woran der 27-Jährige gestorben ist. Die Ermittlungen dazu führen die Staatsanwaltschaft und die Gerichtsmedizin.
Der Verstorbene saß seit Juni 2025 in der JVA Bützow ein. Er war unter anderem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verurteilt worden. Für die unmittelbar betroffenen Mitarbeitenden der Haftanstalt wurde nach dem Vorfall ein Kriseninterventionsteam hinzugezogen.

Besondere Aufmerksamkeit erhält der Fall auch deshalb, weil in derselben Justizvollzugsanstalt die Mordverdächtige Gina H. (29) in Untersuchungshaft sitzt. Sie steht im Mordfall des achtjährigen Fabian unter dringendem Tatverdacht und befindet sich seit rund sieben Wochen in der JVA Bützow. Eine Haftbeschwerde ihres Anwalts war kurz vor Weihnachten vom Landgericht Rostock abgewiesen worden, nachdem zuvor bereits ein Antrag auf Haftentlassung gescheitert war.
Die JVA Bützow gilt als die größte Haftanstalt Mecklenburg-Vorpommerns und zählt zugleich zu den ältesten Gefängnissen Deutschlands. Insgesamt verfügt sie über rund 400 Haftplätze, davon sind 35 für Frauen vorgesehen.
Erinnern wir daran, früher haben wir berichtet: Großbrand an Heiligabend: Bauernhof bei Passau fast völlig zerstört.
