Die ukrainische Bloggerin und Gründerin der Modemarke ODA, Ksyusha Maneken (Oksana Woloschtschuk), wurde Opfer eines groß angelegten Betrugs. Von ihrem Geschäftskonto bei Monobank verschwanden 6,2 Millionen Hrywnja. Die Täter gaben sich in einem gefälschten Telegram-Support-Chat als Bankmitarbeiter aus und überredeten sie, den Zugriff auf ihr Konto zu übergeben. Der Fall sorgte für großes Aufsehen. Schließlich reagierte der Gründer von Monobank, Oleg Horochowski, persönlich und versprach Unterstützung bei der Aufklärung. Vorbereitet von der Redaktion vollveggie.de.
Wie Ksyusha Maneken ausgeraubt wurde
Das Betrugsschema war einfach, aber effektiv. Zunächst stieß Ksyusha in Telegram auf einen Chat, der wie der offizielle Kundendienst von Monobank aussah. Dort wurde ihr mitgeteilt, sie müsse „das Konto überprüfen“. Anschließend baten die Täter sie, die App zu löschen. Damit erhielten sie vollständige Kontrolle über ihr Konto und konnten das Geld in mehreren Transaktionen überweisen. Die Vorgänge wirkten wie gewöhnliche Geschäftszahlungen. Deshalb stoppte das Sicherheitssystem sie nicht. Ksyusha bemerkte den Diebstahl erst, als das gesamte Guthaben verschwunden war.

Was Monobank-Gründer Oleg Horochowski sagte
Kurz nach dem Vorfall äußerte sich Horochowski öffentlich. Er räumte ein, dass dies für die Bank eine Niederlage sei. Außerdem erklärte er, dass sein Team ständig an der Verbesserung der Sicherheitssysteme arbeite. Laut ihm kooperiert Monobank mit den Behörden, um herauszufinden, wer hinter dem Angriff steckt. Er versprach, alles zu tun, um das Geld zurückzuholen. „Jeder Verlust von Kundengeldern ist auch unser Schmerz“, sagte Horochowski. Nach seinen Worten zieht die Bank aus jedem Fall Konsequenzen und stärkt den Schutz. Darüber hinaus betonte er, dass Betrüger immer häufiger soziale Manipulationen nutzen und offizielle Kanäle wie Telegram oder gefälschte Bankseiten imitieren.
Wer die Bloggerin bestohlen hat: Die Ermittlungen laufen
Nach ersten Erkenntnissen wurde das Geld auf Konten von Strohleuten überwiesen. Die Ermittler versuchen nun, die Transaktionskette nachzuverfolgen und die Gelder zu blockieren. Monobank hat die Informationen bereits an die Behörden weitergeleitet. Zusätzlich arbeitet die Bank mit anderen Instituten über das System „Fraud Payments Tracker“ zusammen, das verdächtige Überweisungen in Echtzeit aufspürt. Die Täter sind bislang nicht identifiziert. Dennoch dauern die Ermittlungen an.
Wie man sich vor solchen Betrugsmaschen schützt
Monobank erinnerte Kunden an die wichtigsten Sicherheitsregeln:
– Geben Sie niemals Passwörter oder Bestätigungscodes weiter.
– Löschen Sie keine Bank-App auf Anweisung Unbekannter.
– Kontaktieren Sie den Support nur über die offizielle App.
– Prüfen Sie die Website-Adresse, bevor Sie Daten eingeben.
– Aktivieren Sie Zwei-Faktor-Authentifizierung und dynamische CVV-Codes.
Die Bank betonte, dass selbst moderne Systeme den Kunden nicht schützen können, wenn er selbst den Zugriff gewährt. Daher bleibt soziale Manipulation die wirksamste Methode der Kriminellen.
Zunehmende Aktivität von Betrügern
In den letzten Monaten nahm die Zahl der Betrugsversuche deutlich zu. Laut Monobank nutzen Kriminelle nicht nur Telegram, sondern auch gefälschte Chats in Viber und Instagram. Durch psychologischen Druck und angebliche „Kontosperrungen“ schaffen sie Panik. Danach verleiten sie Kunden zu überstürzten Handlungen. Experten warnen, dass Betrüger gezielt auf Geschäftskonten abzielen, da dort größere Summen liegen.

Wie es weitergeht
Die Behörden haben bereits ein Verfahren eingeleitet. Sie arbeiten daran, die Beteiligten der Betrugsmasche zu identifizieren. Monobank erklärte, dass sie mit der Bloggerin in Kontakt steht und alles unternimmt, um das Geld zurückzuzahlen. Der Fall von Ksyusha Maneken zeigt, dass selbst die modernsten Bankdienste anfällig bleiben, wenn Menschen zu schnell vertrauen. Deshalb warnen Experten vor falscher Sicherheit im digitalen Banking.
Erinnern wir daran, dass wir auch darüber geschrieben haben Benko-Prozess: Zwei Jahre Haft für den einstigen Immobilien-Milliardär.
