Wir haben alle schon von den verschiedenen Chronotypen gehört — den „Lerchen“ und den „Eulen“. Einige Menschen beginnen ihren Tag früh, voller Energie und Enthusiasmus, während andere erst mitten am Tag aufwachen und oft noch müde sind. Aber wie beeinflusst die Aufwachzeit unsere körperliche und geistige Gesundheit? Die Antwort auf diese Frage ist in den Ergebnissen einer großen Studie zu finden, die eine interessante Regelmäßigkeit enthüllte. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion.
Forschung: Wie Chronotyp die Lebensdauer beeinflusst
Kürzlich führten Wissenschaftler eine Studie durch, an der 433.268 Menschen im Alter von 38 bis 73 Jahren teilnahmen. Über einen Zeitraum von sechs Jahren verfolgten die Experten den Gesundheitszustand der Teilnehmer und analysierten die Todesursachen. Die Ergebnisse waren erstaunlich.
Nach Berücksichtigung von Faktoren wie Alter, Geschlecht, schädlichen Gewohnheiten und Body-Mass-Index kamen die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass Menschen, die zu den „Eulen“ gehören — also die es bevorzugen, spät ins Bett zu gehen und spät aufzuwachen — ein um 10 % höheres Risiko haben, aus allen möglichen Gründen zu sterben, als „Lerchen“, die früh aufstehen und in der ersten Tageshälfte aktiv sind. Das bedeutet, dass die Zeit des Aufwachens erheblichen Einfluss auf die Gesundheit haben kann.

Warum haben „Eulen“ mehr Risiken?
Studien zeigen, dass der späte Chronotyp nicht nur mit einem erhöhten Sterberisiko verbunden ist, sondern auch mit einer Reihe von ernsthaften Erkrankungen. Zum Beispiel haben Menschen, die später schlafen gehen, fast doppelt so hohe Chancen, psychische Störungen zu entwickeln, als diejenigen, die früh aufwachen. Depressionen, Angstzustände und Stress können durch Störungen der zirkadianen Rhythmen verursacht werden, die unseren Schlaf und Wachzustand regulieren.
Darüber hinaus hat der späte Schlafrhythmus negative Auswirkungen auf das endokrine System. Bei „Eulen“ besteht eine um 30 % höhere Wahrscheinlichkeit, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Diese Tatsache wird durch Daten bestätigt, die zeigen, dass ein unregelmäßiger Schlafrhythmus den Stoffwechsel stört und den Blutzuckerspiegel erhöht.
Auswirkungen auf das Immunsystem und das allgemeine Wohlbefinden
Ein weiterer interessanter Aspekt der Studie war die Feststellung, dass Schlaf direkt mit unserem Immunsystem verbunden ist. Wie die Forschung zeigte, haben diejenigen, die zu normalen Zeiten schlafen und ausreichend Erholung bekommen, ein besseres Immunsystem, sind weniger anfällig für Infektionen und erholen sich schneller von Krankheiten.
Schlaf ist nicht nur wichtig für die Erholung des Körpers, sondern auch für die Stärkung des Nervensystems. Regelmäßiger, ausreichender Schlaf trägt dazu bei, den psychoemotionalen Zustand zu normalisieren, den Stresslevel zu senken und die Widerstandsfähigkeit gegenüber äußeren Belastungen zu erhöhen.
Was passiert im Körper während des Schlafs?
Während des Schlafs führt unser Körper eine Reihe wichtiger Prozesse durch. Schlaf hilft, das Gedächtnis zu stärken, Hautzellen und Organe zu regenerieren und das Herz-Kreislauf-System zu normalisieren. Dies ist die Zeit, in der wir unseren Körper „neu starten“ und die Ressourcen für den kommenden Tag wiederherstellen.
Schlaf und gesunde Lebensgewohnheiten
Es ist nicht nur die Aufwachzeit, die wichtig ist, sondern auch die Qualität des Schlafs. Ärzte empfehlen, darauf zu achten, dass man mindestens 7–8 Stunden pro Nacht schläft, zu festen Zeiten ins Bett geht und aufhört, koffeinhaltige Getränke und Nahrungsmittel vor dem Schlafengehen zu konsumieren.

Die Aufwachzeit spielt eine große Rolle für unsere körperliche und geistige Gesundheit. Menschen, die einen gesunden Schlafrhythmus einhalten, haben höhere Chancen auf ein langes und gesundes Leben. Es ist wichtig zu bedenken, dass eine gute Schlafqualität nicht nur vom richtigen Aufwachzeitpunkt abhängt, sondern auch von anderen Hygienemaßnahmen, die unserem Körper helfen, auf höchstem Niveau zu funktionieren.
Erinnern wir daran, dass wir auch darüber geschrieben haben Melatonin in Nahrungsergänzungsmitteln: Warum das „Schlafhormon“ kein harmloses Einschlafmittel ist.
