Mitte November erwartet die Erde eine neue Welle geomagnetischer Unruhen. Nach Angaben des Space Weather Prediction Center (NOAA) und des Portals SpaceWeatherLive wird in den kommenden Tagen ein Strom aus Sonnenwind auf unseren Planeten treffen, ausgelöst durch eine Serie koronaler Massenauswürfe aus der aktiven Sonnenregion Nr. 4274. Der Kp-Index soll auf den Wert 7 steigen, was einem starken Sturm der Klasse G3 entspricht. Der Höhepunkt wird für den 12. November erwartet, mit einer allmählichen Abschwächung bis zum 14. November. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion.
Sonnenausbrüche und Plasmawolken
Seit Anfang November verzeichnen Astronomen mehrere starke Sonneneruptionen der Klassen X und M. Die aktivste ereignete sich am 9. November und schleuderte eine koronale Masse (CME) in Richtung Erde. Nach Einschätzung des SWPC wird die Stoßwelle am Morgen des 12. November die Magnetosphäre erreichen. Kurzzeitig kann der Aktivitätsgrad bis auf G3–G4 steigen, was zu Störungen im Funkverkehr und in Navigationssystemen führen kann.
Eine zweite, schwächere CME-Welle wird am 13. November erwartet und dürfte das erhöhte Magnetfeldniveau für weitere 24 Stunden aufrechterhalten. Bis zum Abend des 14. November sollen sich die Bedingungen normalisieren.
| Datum | Aktivitätsniveau | Prognose |
|---|---|---|
| 12. November | G3 (stark) | Höhepunkt der geomagnetischen Aktivität, Polarlichter in mittleren Breiten möglich |
| 13. November | G2 (mäßig) | Abnehmende Aktivität, zeitweise Schwankungen möglich |
| 14. November | G1 (schwach) | Rückkehr zu ruhigen Bedingungen |
Wie Magnetstürme auf den Menschen wirken
Während geomagnetischer Stürme steigt der Zustrom geladener Teilchen, die das Magnetfeld der Erde beeinflussen. Für die meisten Menschen bleibt das unbemerkt, doch wetterfühlige Personen können Müdigkeit, Kopfschmerzen, Blutdruckschwankungen und Schlafprobleme verspüren. Ärzte empfehlen in diesen Tagen ausreichend Ruhe, Stressvermeidung und eine gute Flüssigkeitszufuhr.
Mögliche technische Störungen
Geomagnetische Stürme betreffen nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch technische Systeme. Fachleute warnen vor:
- kurzfristigen Störungen der Satellitennavigation und GPS-Signale,
- verschlechterter Funkkommunikation auf Kurzwellen,
- erhöhtem Fehlerrisiko in Elektronik auf Satelliten und möglichen Stromnetz-Überlastungen.
Betreiber von Satelliten- und Energieanlagen stellen bei Stürmen ab der Klasse G3 in der Regel auf verstärkte Überwachung um.
Empfehlungen bei starker Sonnenaktivität
Um die Auswirkungen der Magnetstürme zu verringern, raten Experten:
- körperliche und psychische Überlastung vermeiden,
- regelmäßig Wasser trinken,
- Kaffee und Alkohol einschränken,
- bei Herz- oder Kreislaufproblemen den Arzt konsultieren.
Treten Schlafstörungen oder Reizbarkeit auf, ist das eine normale Reaktion des Körpers auf die veränderte Magnetfeldlage – bis zum 14. November sollte sich alles wieder stabilisieren.
Wann Polarlichter sichtbar sind
Die erhöhte Sonnenaktivität bringt ein seltenes Schauspiel für den Norden Europas und Kanadas. In der Nacht zum 12. November werden leuchtende Polarlichter erwartet, sichtbar nicht nur nördlich des Polarkreises, sondern auch in Deutschland, Polen und im Baltikum. Bei klarem Himmel kann das Phänomen auch am 13. November beobachtet werden.

Wo man aktuelle Daten verfolgen kann
Aktuelle Prognosen und Messwerte veröffentlichen:
- NOAA Space Weather Prediction Center (swpc.noaa.gov),
- SpaceWeatherLive.com – Aktualisierung alle 3 Stunden,
- Met Office Space Weather Operations Centre (Großbritannien).
Diese Quellen liefern regelmäßig den aktuellen Kp-Index und die Wahrscheinlichkeit für neue Sonnenausbrüche.
Erinnern wir daran, dass wir auch darüber geschrieben haben Wenn das Internet zum „Arzt“ wird: welche Risiken die Selbstbehandlung birgt.
