Das Formel-1-Rennen in Austin auf der legendären Strecke Circuit of the Americas erfüllte alle Erwartungen – die Zuschauer bekamen alles: Spektakel, Dramen, Kollisionen und eine neue Welle von Spannung in der Meisterschaft. Sprint und Hauptrennen verwandelten sich in einen echten Thriller, in dem sich das Schicksal der Fahrer und Teams buchstäblich in jeder Runde änderte. Nach dem Wochenende wurde klar – der Titelkampf hat gerade erst begonnen, und ruhige Rennen wird es keine mehr geben. Vorbereitet von der Redaktion vollveggie.de.
Kollision bei McLaren: Freundschaft auf der Probe
Schon in der ersten Kurve des Sprints stockte den Zuschauern der Atem: Die McLaren-Boliden von Oscar Piastri und Lando Norris kollidierten miteinander. Alles begann mit einem Kontakt von Nico Hülkenberg, der Piastri touchierte – das Auto des Australiers prallte direkt in seinen Teamkollegen. Beide schieden aus, während Hülkenberg überraschend weiterfahren konnte.
LAP 1/19
— Formula 1 (@F1) October 18, 2025
What a DRAMATIC start to this Sprint, with a first corner collision between the top-two in the championship! 😱#F1Sprint #USGP pic.twitter.com/eVRnFjzFuZ
Fernando Alonso war ein unfreiwilliger Teilnehmer des Vorfalls – auch sein Rennen endete bereits in der ersten Runde. Die Rennkommissare stuften das Ganze als Rennzwischenfall ein, doch bei McLaren brodelte es. Teamchef Zak Brown bezeichnete Hülkenberg zunächst als „Amateur“, entschuldigte sich aber später nach Sichtung der Wiederholung. Andrea Stella blieb dagegen hart – seiner Meinung nach war der Deutsche schuld und habe „dem Team beide Autos genommen“.
Noch stehen fünf Rennen aus, und die innerteamliche Spannung zwischen Norris und Piastri könnte gefährlich werden, denn beide kämpfen nicht nur gegen die Konkurrenz, sondern auch gegeneinander.
Leclerc ebnete Verstappen den Weg zum leichten Sieg
Im Hauptrennen war Charles Leclerc der Schlüsselfaktor. Beim Start überholte er Norris und hielt ihn zwanzig Runden lang hinter sich, während Max Verstappen seinen Vorsprung kontinuierlich ausbaute. Als Lando schließlich vorbeikam, waren seine Reifen bereits zerstört – und die Siegchancen dahin.
Verstappen gewann souverän, verpasste nur den Zusatzpunkt für die schnellste Runde – diesen sicherte sich der junge Andrea Kimi Antonelli. Nach dem Rennen gab Max erstmals zu, dass er nun wirklich im Titelkampf angekommen sei. Der Rückstand auf Piastri schrumpfte auf 40 Punkte, und der fünfte Titel Verstappens wird immer wahrscheinlicher.
Hamiltons Negativrekord bei Ferrari
Der siebenfache Weltmeister Lewis Hamilton stellte in Austin einen unerwünschten Negativrekord auf. Er übertraf die 43 Jahre alte Marke von Didier Pironi – in der Anzahl der Starts ohne Podium im Ferrari. Nun steht die Zahl bei 19 Rennen.
Obwohl Hamilton stark fuhr und Vierter wurde, verpasste er erneut das Podium. Immerhin wurde der Brite der erste Formel-1-Pilot, der in seiner Karriere über 5000 Punkte sammelte. Ein Trostpreis – aber sicher nicht der Grund, weshalb er nach Maranello kam.

Piastris mentaler Einbruch
Noch vor Kurzem galt Oscar Piastri als Muster an Ruhe und Präzision, doch die letzten Rennen zeigen – der Australier ist erschöpft. Seit dem Großen Preis der Niederlande stand er nicht mehr auf dem Podium, und in Baku schied er bereits in der ersten Runde aus.
Für den 24-Jährigen ist es die erste Saison, in der er realistische Titelchancen hat, und der psychische Druck zeigt Wirkung. Wenn Piastri sein Selbstvertrauen nicht zurückfindet, könnte der Kampf um die Krone der Formel 1 früher enden, als er denkt.
Verstappen hat seine Motivation zurückgefunden
Laut Helmut Marko hatte Verstappen zu Saisonbeginn das Interesse verloren – die Siege kamen zu leicht, und er suchte Abwechslung in anderen Rennserien. Um die Leidenschaft zurückzubringen, schlug Marko ihm einen Auftritt auf dem Nürburgring vor – mit Erfolg.
Jetzt ist Max wieder in Topform: drei Siege in den letzten fünf Grands Prix, ein Sprint-Erfolg und zwei zweite Plätze. Er genießt das Fahren wieder, funkt nicht mehr wütend und wirkt gelassen. Wenn er diese Form hält, ist der fünfte Titel in Folge nur noch eine Frage der Zeit.
Williams-Albtraum und Chaos im Feld
Für Williams wurde das Wochenende in Austin zum Desaster. Alex Albon machte schon in der ersten Runde einen Fehler – nach einer Berührung drehte er sich und fiel ans Ende des Feldes zurück. Sein Teamkollege Carlos Sainz patzte noch schlimmer – er krachte in einen Mercedes und schied gemeinsam mit Andrea Antonelli aus.
Das Team kann von Glück sprechen, dass die Konkurrenz den Ausfall nicht ausnutzte, sonst wäre der fünfte Platz in der Konstrukteurswertung ernsthaft in Gefahr. Doch Williams’ Sicherheitsreserve schmilzt rapide.
Tsunoda beweist, dass er einen Platz bei Red Bull verdient
Yuki Tsunoda überraschte positiv – in den USA wurde er im Hauptrennen Siebter und wiederholte dieses Ergebnis im Sprint. Das war bereits sein dritter Punkteplatz in den letzten fünf Rennen.
Gerüchten zufolge steht Red Bulls Fahreraufstellung für 2026 jedoch bereits fest, und den Platz neben Verstappen soll ein anderer Pilot einnehmen. Tsunoda scheint alles zu geben, um diese Entscheidung zu ändern, aber die Zeit läuft ihm davon.

„Rückkehr“ von Bottas: eine kuriose Szene, die alle zum Lachen brachte
Während des Rennens kam es zu einer lustigen Verwechslung – ein Cadillac-Ingenieur funkte seinem Fahrer, dass „Bottas voraus“ sei. Das Problem: Valtteri Bottas wird offiziell erst 2026 in die Formel 1 zurückkehren. Die Reaktion des Finnen, der davon in einem Interview erfuhr, wurde zum viralen Meme – selbst er konnte sich das Lachen nicht verkneifen.
Erinnern wir daran, dass wir auch darüber geschrieben haben Karoline Herfurth erobert Jokos Show: Start der neuen Staffel von „Wer stiehlt mir die Show?“
