Jelena Rybakina beendete die Tennissaison 2025 auf dem Höhepunkt. Im Finale der WTA Finals in Riad besiegte sie nach drei packenden Sätzen Aryna Sabalenka mit 6:3, 3:6, 7:5 und gewann zum ersten Mal in ihrer Karriere den Titel beim Saisonabschluss-Turnier der WTA. Das Match dauerte fast drei Stunden, beide Spielerinnen kämpften bis zur Erschöpfung – doch am Ende behielt Rybakina die stärkeren Nerven. Als Sabalenkas letzter Ball im Netz landete, hob Jelena ruhig den Schläger und lächelte nur leicht. Kein Schrei, keine Show – ein Sieg einer Frau, die lieber handelt, als redet. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion.
Wer sie ist
Jelena Andrejewna Rybakina wurde am 17. Juni 1999 in Moskau geboren. Mit sechs Jahren griff sie zum ersten Mal zum Tennisschläger und spielte gemeinsam mit ihrer Schwester in einer Kindersport-Schule. Schon als Teenager galt sie als eines der größten russischen Talente. Ihre Eltern – der Vater Ingenieur, die Mutter Ökonomin – unterstützten sie so gut sie konnten, wussten aber, dass Tennis nicht nur Leidenschaft, sondern auch eine enorme finanzielle Belastung ist. Training, Reisen, Turniere – alles kostete Geld, und ohne Sponsor war der Weg nach oben fast unmöglich. 2018 kam das Angebot aus Kasachstan: finanzielle Unterstützung, professionelle Betreuung und freie Turnierteilnahme. Jelena nahm an – nicht wegen des Passes, sondern weil sie spielen wollte.

Erste Titel und Aufstieg in die Weltspitze
Die Entscheidung änderte alles. Bereits 2019 gewann sie ihr erstes WTA-Turnier in Bukarest und zog in die Top-100 der Welt ein. Damals war ihr Name kaum bekannt, doch Trainer und Experten bemerkten sofort ihre außergewöhnliche Mischung aus Kraft, Ruhe und Präzision. Sie war nie laut, nie impulsiv – sie spielte einfach. 2020 stand sie bereits unter den besten 30, und 2021 war sie fest im WTA-Zirkus etabliert.
Der große Durchbruch kam 2022, als sie völlig überraschend Wimbledon gewann. Im Finale drehte sie das Match gegen Ons Jabeur – nach einem verlorenen ersten Satz (3:6) holte sie die nächsten zwei (6:2, 6:2). Es war ihr erster Grand-Slam-Titel und zugleich der erste in der Geschichte Kasachstans. Nach dem Match blieb sie typisch ruhig, hob nur leicht die Hand und lächelte – ein Bild, das um die Welt ging.
Größe, Gewicht und Spielweise
Rybakina ist groß und athletisch – 184 cm bei einem Gewicht von etwa 70 kg. Ihr Aufschlag gehört zu den härtesten auf der WTA-Tour: über 190 km/h sind keine Seltenheit. Sie spielt mit der rechten Hand, bevorzugt den beidhändigen Rückhand-Schlag und fühlt sich besonders auf Hart- und Rasenplätzen wohl. Ihr Stil ist aggressiv, aber kontrolliert – ohne Hektik, ohne Risiko. Sie baut Punkte geduldig auf und entscheidet sie mit präzisen Schlägen.
Trainer beschreiben sie als „Spielerin mit langem Atem“ – taktisch klug, ausdauernd und emotional stabil. Diese Eigenschaften zeigten sich besonders im Finale von Riad: als beide müde waren, blieb Rybakina ruhig und gewann die entscheidenden Ballwechsel.
Wichtige Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Geburtsdatum | 17. Juni 1999 |
| Alter | 26 Jahre |
| Größe | 184 cm |
| Gewicht | ca. 70 kg |
| Staatsbürgerschaft | Kasachstan (seit 2018) |
| Schlaghand | rechts |
| Rückhand | beidhändig |
| Höchstes WTA-Ranking | Nr. 3 (Juni 2023) |
| Trainer | Stefano Vukov |
Karriere nach Wimbledon
Nach ihrem Triumph 2022 war Rybakina keine Überraschung mehr, sondern eine feste Größe im Damentennis. 2023 gewann sie das Indian Wells Masters, erreichte das Finale der Australian Open und des Rome Masters und kletterte auf Rang 3 der Weltrangliste. Das Jahr 2024 war schwieriger – eine Schulterverletzung zwang sie zu einer Pause – doch sie kam stärker zurück. Anfang 2025 präsentierte sie sich wieder in Topform, und genau das führte sie zum größten Titel ihrer Laufbahn.
Bei den WTA Finals 2025 in Riad blieb sie in der Gruppenphase ungeschlagen, schlug Iga Świątek und Jessica Pegula, im Halbfinale Coco Gauff und im Finale schließlich Aryna Sabalenka. Das Match war intensiv und eng, doch Jelena behielt in den entscheidenden Momenten die Kontrolle. Nach dem Sieg sagte sie:
„Es war ein schwieriges Jahr, aber ich bin stolz, dass ich bis zum Ende gekämpft habe. Dieser Titel bedeutet mir sehr viel.“
Persönlichkeit und Leben abseits des Courts
Abseits des Courts ist Rybakina eine der ruhigsten Spielerinnen auf der Tour. Sie sucht keine Schlagzeilen, meidet große Werbekampagnen und bleibt lieber im Hintergrund. In einem Interview mit BBC Sport sagte sie: „Ich mag Ruhe und Routine – nur so kann ich mich auf das Wesentliche konzentrieren.“ Ihre Kollegen schätzen sie für Ehrlichkeit und Disziplin: Sie klagt nie über Niederlagen, gibt keine Ausreden – sie arbeitet einfach weiter.
Ihr Trainer Stefano Vukov nannte sie einmal „eine Maschine ohne Emotionen“, meinte es aber als Kompliment. Rybakina verliert nie die Kontrolle, bleibt kühl und fokussiert – und genau das macht sie so gefährlich.
Größte Erfolge
| Jahr | Turnier | Ergebnis |
|---|---|---|
| 2022 | Wimbledon | Sieg (Ons Jabeur 3:6, 6:2, 6:2) |
| 2023 | Indian Wells Masters | Sieg |
| 2024 | Rome Masters | Sieg |
| 2025 | WTA Finals (Riad) | Sieg (Aryna Sabalenka 6:3, 3:6, 7:5) |
| — | Insgesamt WTA-Einzeltitel | 11 (Stand November 2025) |

Wie es weitergeht
Nach dem Triumph in Riad kündigte Rybakina an, dass sie beim Australian Open 2026 antreten wird. Sie jagt keine Rankings, sie macht keine großen Versprechen – sie trainiert einfach weiter und spielt. In einer Zeit, in der Emotionen oft wichtiger sind als Tennis selbst, bleibt sie die Ruhe in Person.
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