In der NBA rückt die Trade-Deadline am 5. Februar näher, und je näher dieser Termin kommt, desto häufiger taucht Boston in Gerüchten um Big Men auf. Das Szenario ist nicht neu: Schon vor einigen Jahren galten die Celtics gefühlt als Interessent an jedem verfügbaren Star, während Jaylen Brown und Draft-Picks ständig Teil der Spekulationen waren. Heute wirkt die Lage ähnlich, allerdings mit einer wichtigen Nuance – nicht jedes Gerücht bedeutet automatisch echte Verhandlungen. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion unter Bezugnahme auf bytow24.pl.
Innerhalb der Liga wird klar zwischen Interesse, Gesprächen und konkreten Angeboten unterschieden. Boston kann Interesse zeigen, ohne dass bereits ein fertiges Paket auf dem Tisch liegt. Genau deshalb lohnt es sich, bei einem möglichen Deal um Jaren Jackson Junior nicht nur auf den sportlichen Fit zu schauen, sondern auch auf die nüchterne finanzielle Realität.
Warum Jaren Jackson Junior für Boston so attraktiv ist
Aus sportlicher Sicht wäre Jaren Jackson Junior nahezu ein perfektes Upgrade. Der 26-Jährige ist ehemaliger Defensive Player of the Year, schützt den Ring auf Elite-Niveau und trifft seine Dreier in den vergangenen zwei Spielzeiten mit einem Liga-Durchschnitt. In Kombination mit Jaylen Brown, Jayson Tatum und Derrick White könnte er Bostons Defense auf ein historisches Niveau heben.
Das bestätigen auch Insider. John Karalis vom Boston Sports Journal betont, dass vor allem der basketballerische Fit dieses Szenario so verlockend macht:
„Aus rein sportlicher Sicht wäre Jackson ein fantastischer Fit für die Celtics. Stell ihn mit Brown, Tatum und White auf das Feld – und du bekommst eine der absurdesten Defensivgruppen in der Geschichte der NBA.“
Ähnliche Einschätzungen kommen von anderer Seite. Laut Matt Moore gibt es kaum ein Team, das größeres Interesse an Jackson zeigt als Boston. Doch genau hier beginnt das eigentliche Problem: Wie lässt sich ein solcher Trade überhaupt umsetzen?
Die finanzielle Seite: Wo Boston an seine Grenzen stößt
Der Knackpunkt liegt nicht im Wunsch, sondern in den Zahlen. Nach einem möglichen Trade müssten die Celtics für Tatum, Brown, Jackson und White zusammen rund 195 Millionen Dollar zahlen. Damit blieben weniger als 30 Millionen Dollar bis zur zweiten Luxussteuer-Grenze – Flexibilität wäre praktisch nicht mehr vorhanden.
Rein technisch gäbe es Wege. Die Verträge von Anfernee Simons und Sam Hauser könnten eine funktionierende Grundlage bilden, und Drei-Team-Deals sehen auf dem Papier sinnvoll aus. Doch das Ergebnis ist fast immer dasselbe: Der Kader würde extrem teuer, während weitere Manöver kaum noch möglich wären.
In diesem Szenario setzt Boston alles auf eine Karte. Späte Draft-Picks, minimale Spielräume für Trades und ein klarer Fokus auf den Titel. Bleibt der Championship-Erfolg aus, wäre der Preis enorm. Nicht ohne Grund kommt Karalis zu einem nüchternen Fazit:
„Es ist möglich – aber wie wahrscheinlich ist es? Ich würde sagen: nicht sehr.“

Warum die Gerüchte um Jackson nicht abreißen
Zusätzlichen Zündstoff bekommen die Spekulationen durch die Situation in Memphis. Nach seiner Vertragsverlängerung ist Jaren Jackson Junior erstmals offiziell tradefähig, und ligaweit wächst der Eindruck, dass die Grizzlies über einen längeren Neuaufbau nachdenken könnten. In diesem Fall wäre Jackson einer der begehrtesten Namen auf dem Markt – eine seltene Mischung aus Alter, Defense und Wurf.
Kein Wunder also, dass neben Boston auch andere Teams gedanklich bereits Schlange stehen. Doch gerade bei den Celtics könnte sein Einfluss am größten sein – wenn auch zum höchsten Preis.
Erinnern wir daran, früher haben wir berichtet: Couple Challenge kehrt zurück – Wer nimmt 2026 teil und wann ist der Start?
