Am Freitag, dem 15. November, kommt es im Rahmen der ATP Finals in Turin zum Halbfinalduell zwischen Jannik Sinner (ATP Nr. 2) und Alex de Minaur (ATP Nr. 7). Der erste Aufschlag erfolgt um 14:30. Für Sinner ist es der nächste Schritt auf dem Weg zum Titel im Heimatland, während de Minaur nach einem komplizierten Gruppenausgang doch noch in die Vorschlussrunde gerutscht ist. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion.
Übertragung
In der Ukraine können Tennisfans das Spiel zwischen Sinner und de Minaur über den Streamingdienst Tennis TV verfolgen. Der Dienst bietet Live-Übertragungen aller ATP-Herrenturniere gegen ein monatliches oder jährliches Abo. Die Plattform funktioniert über Browser, mobile Apps oder Smart-TVs. Frauen-Turniere der WTA werden nicht gezeigt – das Angebot konzentriert sich ausschließlich auf ATP-Events. Das Halbfinale wird mit englischem Kommentar in HD-Qualität übertragen.
Jannik Sinner
Wie erwartet, hat sich Sinner souverän für das Halbfinale qualifiziert. In der Gruppenphase gewann er alle drei Spiele ohne Satzverlust, was ihm zusätzliches Selbstvertrauen verschaffte. Der Italiener begann mit einem Sieg gegen den Kanadier Félix Auger-Aliassime – 7:5, 6:1. In der zweiten Runde besiegte er den Deutschen Alexander Zverev mit 6:4, 6:3.
Zwei Siege reichten aus, um sich vorzeitig den Gruppensieg zu sichern. Doch selbst ohne sportlichen Druck gewann Sinner auch sein letztes Gruppenspiel gegen den US-Amerikaner Ben Shelton – 6:3, 7:6. Der Titelverteidiger befindet sich in starker Form. Bereits vor dem Turnier in Turin konnte er die Titel in Paris und Wien holen.

Alex de Minaur
Für den Australier ist der Einzug ins Halbfinale bereits ein großer Erfolg, der dank eines glücklichen Gruppenausgangs möglich wurde. De Minaur startete das Turnier mit zwei Niederlagen: In der ersten Runde unterlag er Carlos Alcaraz mit 6:7, 2:6. In der zweiten Runde verlor er knapp gegen Lorenzo Musetti – 5:7, 6:3, 5:7, obwohl er im dritten Satz mit 5:3 führte.
Alex musste sein letztes Gruppenspiel in zwei Sätzen gewinnen und zugleich auf eine Niederlage von Musetti gegen Alcaraz hoffen. Beide Bedingungen wurden erfüllt: De Minaur besiegte den starken Taylor Fritz mit 7:6, 6:3, und der Italiener unterlag der Nummer eins der Welt. Betrachtet man die bisherigen Leistungen im Turnier, scheint ein Sensationssieg unwahrscheinlich – doch de Minaur ist ein gefährlicher Gegner.

Direkte Duelle
Im 21. Jahrhundert trafen die beiden Spieler bislang nur einmal in der laufenden Qualifikation aufeinander. Damals feierte der Italiener einen klaren 6:0-Sieg. In der Gesamtbilanz steht es 12:1 für Sinner, wobei der einzige „Sieg“ von de Minaur nur auf dem Papier steht – denn Sinner trat zu diesem Match nicht an. Dreimal spielten sie 2023 gegeneinander – bei den Australian Open, in Peking und Wien – und Sinner gewann jedes dieser Duelle.
Interessante Fakten
Sinner hat in seinen letzten fünf Heimspielen nicht verloren.
In vier Gruppenspielen kassierte de Minaur 15 Spiele gegen sich.
In seinen letzten fünf Spielen erzielte Sinner insgesamt 17 Gewinnsätze.
Prognose
Die Wettquoten für dieses Match wirken so, als würde Sinner gegen einen Spieler aus den hinteren Ranking-Regionen antreten – nicht gegen die Nummer 7 der Welt. Alles spricht dafür, dass der Italiener deutlich gewinnen sollte. Auch die Unterstützung durch das heimische Publikum dürfte ein Faktor sein. Dennoch sollte man de Minaur nicht abschreiben. Er ist ein erfahrener Kämpfer, und ich tippe auf einen Sieg mit Handicap +5,5 Spiele für ihn bei einer Quote von 1,75.
Erinnern wir daran, dass wir auch darüber geschrieben haben Weltmeisterschaft 2026: Das teuerste Fußballfest der Geschichte.
