In allen 50 US-Bundesstaaten versammeln sich heute, am Samstag, Millionen von Menschen, um gegen die Politik der Trump-Regierung zu protestieren. Unter dem Motto „No Kings“ (Keine Könige) wollen Demonstrierende ein klares Zeichen gegen das abrutschende Land in Richtung Autoritarismus setzen. Vorbereitet von der Redaktion vollveggie.de.
Geplant sind Veranstaltungen an mehr als 2.700 Orten – von kleinen Städten bis zu den Metropolen wie New York, San Francisco, Houston oder Washington D.C. Es ist bereits die zweite große Aktion dieser Bewegung, die im Juni mit einem der größten Protesttage in der jüngeren US-Geschichte begann.
Kritik an Militarisierung und Machtmissbrauch
Auslöser der Proteste sind Trumps zunehmende Eingriffe in die Autonomie amerikanischer Städte. Der Präsident hat wiederholt versucht, Bundestruppen zu entsenden und die Befugnisse von Einwanderungsbehörden auszuweiten. Gegner werfen ihm vor, er wolle „den Widerstand kriminalisieren“ und linke Organisationen gezielt verfolgen.
Mehr als 200 zivilgesellschaftliche Gruppen unterstützen die „No Kings“-Bewegung. Zu den Partnerstädten gehören San Diego, Atlanta, Honolulu, Chicago, Boston und New Orleans. In Washington und New York wird mit besonders großen Demonstrationen gerechnet.

Gewaltfreie Bewegung mit klarer Botschaft
Die Organisatoren betonen, dass der Protest strikt gewaltfrei bleibt. Zehntausende Teilnehmende wurden in Deeskalation und Sicherheit geschult. „Der Präsident will, dass wir Angst haben – aber wir lassen uns nicht einschüchtern“, erklärte Lisa Gilbert, Co-Präsidentin der Organisation Public Citizen. „Es ist entscheidend, dass Menschen friedlich bleiben, aufrecht stehen und sagen, was ihnen wichtig ist.“
Unterstützung erhalten die Demonstranten auch von führenden Politikern wie Chuck Schumer, Chris Murphy und Bernie Sanders, die ihre Teilnahme angekündigt haben.

Angst vor Eskalation in Texas
Der texanische Gouverneur Greg Abbott kündigte an, die Nationalgarde nach Austin zu entsenden, um mögliche Unruhen zu verhindern. Konservative Politiker versuchen unterdessen, die „No Kings“-Proteste als „anti-amerikanisch“ oder von der Antifa gesteuert darzustellen – ein Vorwurf, den die Organisatoren entschieden zurückweisen.
Das zentrale Motto der Bewegung bleibt klar: Die Vereinigten Staaten haben keine Könige. Kritiker sehen in Trumps Verhalten zunehmend monarchische Züge – vom Versuch, seine Amtszeit zu verlängern, bis zur Nutzung öffentlicher Gelder für politische Machtspiele.
Erinnern wir daran, dass wir auch darüber geschrieben haben Zwei Straßenbahnen kollidieren in Dresden.
