Trotz Sanktionen und Appellen zur Energieunabhängigkeit haben sieben Mitgliedstaaten der Europäischen Union ihre Einfuhren russischer Energierohstoffe gesteigert. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Daten des finnischen Zentrums für Energie- und Sauberluftforschung (CREA). Vorbereitet von der Redaktion vollveggie.de.
Nach Angaben von Experten importierten die EU-Länder von Januar bis August 2025 Energierohstoffe aus Russland im Gesamtwert von 11,4 Milliarden Euro. Das sind 21 % weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, doch mehrere Staaten verzeichneten einen Anstieg im Wert.
Dazu gehören Frankreich, Belgien, die Niederlande, Kroatien, Rumänien, Portugal und Ungarn. Den größten Zuwachs meldete Portugal – um 167 %, gefolgt von den Niederlanden mit 72 %. Frankreich erhöhte seine Einkäufe um 40 % auf 2,2 Milliarden Euro. In Rumänien betrug der Anstieg 57 %, in Kroatien 55 %, in Belgien 3 % und in Ungarn 11 %.

Besondere Aufmerksamkeit richteten die Experten auf Belgien, wo der Importanstieg mit den Besonderheiten des EU-Sanktionsregimes erklärt wird. Aufgrund der geltenden Beschränkungen werden Teile der Rohstoffe nun in belgischen Häfen gelöscht, anstatt direkt von Schiff zu Schiff umgeschlagen zu werden.
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