Der Messenger WhatsApp arbeitet an einer neuen Funktion, die die Nutzung der App durch Kinder deutlich verändern könnte. Das Unternehmen entwickelt spezielle Konten für minderjährige Nutzer mit eingeschränkten Funktionen und erweiterten Möglichkeiten zur elterlichen Kontrolle. Ziel dieser Lösung ist es, die Kommunikation sicherer zu machen und das Risiko von Kontakten mit unbekannten Personen zu reduzieren. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion unter Bezugnahme auf wabetainfo.com.
Die Grundidee der neuen Funktion besteht darin, dass Kinder den Messenger nutzen können, während Eltern gleichzeitig Kontrolle und Schutz behalten.
Nach bisherigen Informationen sollen Eltern für ihre Kinder eigene Profile erstellen können, die mit ihrem eigenen Konto verbunden sind. Dadurch lassen sich bestimmte Aktivitäten des Kindes in der App überwachen und Einstellungen zum Datenschutz verwalten.
Was ist ein Kinderkonto bei WhatsApp
Die geplante Funktion sieht die Erstellung eines zusätzlichen Profils für minderjährige Nutzer vor. Wenn ein Kind das Mindestalter für die Nutzung des Dienstes nicht erreicht hat, kann ein Elternteil ein spezielles Konto mit Einschränkungen einrichten.
Dieses Profil wird mit dem Hauptkonto eines Erwachsenen verknüpft und über ein System zur elterlichen Kontrolle verwaltet. So lässt sich der Zugriff auf bestimmte Funktionen regulieren und das Risiko unerwünschter Kontakte verringern.
Im Grunde versucht WhatsApp damit, ein Gleichgewicht zwischen der Kommunikationsfreiheit von Kindern und der Sicherheit im Internet zu schaffen.
Fachleute für digitale Sicherheit betonen, dass solche Werkzeuge immer wichtiger werden.
Die Einführung von Elternkontrollen in Messengern ist ein wichtiger Schritt zu einer sichereren digitalen Umgebung. Kinder nutzen Smartphones heute sehr früh, und Plattformen müssen diese Realität berücksichtigen.
— Experte für digitale Sicherheit
Welche Einschränkungen das Kinderkonto haben wird
Das sekundäre Konto wird mit mehreren Einschränkungen ausgestattet sein, um die Nutzung des Messengers sicherer zu machen. Das Hauptziel besteht darin, Kinder vor unbekannten Kontakten und unerwünschten Inhalten zu schützen.
Die wichtigsten Eigenschaften eines Kinderkontos:
- Kinder können Nachrichten senden und Anrufe tätigen nur an Kontakte aus ihrer Liste
- Kommunikation mit unbekannten Accounts wird eingeschränkt
- Eltern können die Datenschutzeinstellungen verwalten
- Erziehungsberechtigte sehen bestimmte Aktivitäten des Kontos
- einige Funktionen der App werden deaktiviert
Dadurch können Kinder WhatsApp weiterhin nutzen – jedoch in einer deutlich sichereren Umgebung.
Ein Nutzer einer Testversion der App hält die Idee für sinnvoll.
Mein Sohn möchte schon lange einen Messenger nutzen, aber ich habe Bedenken wegen fremder Kontakte. Wenn es eine Möglichkeit zur Kontrolle gibt, wäre das wirklich hilfreich.
— Kommentar eines Nutzers
Wie die Einrichtung eines Kinderkontos funktioniert
Die Einrichtung eines sekundären Profils soll relativ einfach sein, erfordert jedoch die Beteiligung eines Elternteils. Zunächst muss der Erwachsene zwei Geräte über einen QR-Code miteinander verbinden.
Danach folgen mehrere Schritte zur Konfiguration:
- Scannen des QR-Codes zur Verknüpfung der Konten
- Erstellung eines Haupt-PIN-Codes
- Bestätigung der Einstellungen auf dem Gerät des Kindes
- Abschluss der Profilerstellung
Der PIN-Code wird aus sechs Ziffern bestehen und als zentrales Sicherheitselement dienen. Mit diesem Code können Eltern Einstellungen verwalten und verhindern, dass Kinder ohne Zustimmung Änderungen vornehmen.
Das System erinnert an Familienkonten, wie sie bereits bei Streaming-Diensten oder Online-Spielen verwendet werden.
Welche Funktionen für Kinder nicht verfügbar sein werden
Um die Sicherheit zu erhöhen, werden einige WhatsApp-Funktionen für Kinderkonten deaktiviert. Dabei handelt es sich vor allem um Funktionen, die Kontakte mit unbekannten Personen erleichtern oder private Gespräche verbergen könnten.
Zu den Einschränkungen gehören unter anderem:
- kein Zugriff auf den Bereich Updates
- keine Möglichkeit, Kanäle zu abonnieren
- eingeschränkte Interaktion mit unbekannten Nutzern
- keine Funktion zum Verstecken von Chats
Dass Chats nicht versteckt werden können, ist bewusst so vorgesehen. Dadurch können Eltern bei Bedarf das Gerät ihres Kindes überprüfen.
Nach Ansicht der Entwickler ist Transparenz ein wichtiger Bestandteil digitaler Sicherheit für Minderjährige.
Welche Informationen Eltern sehen können
Wenn ein Kinderkonto genutzt wird, können Eltern bestimmte Aktivitäten des Kindes in der App sehen. WhatsApp betont jedoch, dass das grundlegende System der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung unverändert bleibt.
Das bedeutet, dass der Inhalt von Nachrichten weiterhin privat bleibt.
Eltern erhalten lediglich Einblick in ausgewählte Aktivitäten des Kontos.
| Aktivität | Für Eltern sichtbar |
|---|---|
| Neuer Kontakt hinzugefügt | Ja |
| Nachrichtenanfragen | Ja |
| Änderungen der Einstellungen | Ja |
| Inhalt von Nachrichten | Nein |
| Inhalt von Anrufen | Nein |
Auf diese Weise versucht WhatsApp, ein Gleichgewicht zwischen Privatsphäre und Sicherheit zu schaffen.

Wann die Funktion verfügbar sein könnte
Derzeit befindet sich die Funktion noch in der Entwicklungsphase und ist noch nicht einmal in der Beta-Version der App verfügbar. Die Entwickler arbeiten daran, die Benutzeroberfläche zu verbessern und die Einrichtung möglichst einfach zu gestalten.
Sobald ein Nutzer das vorgeschriebene Mindestalter erreicht, kann das Kinderkonto vom Elternkonto getrennt und in ein normales Profil umgewandelt werden. In diesem Fall könnte es erforderlich sein, aktualisierte Nutzungsbedingungen zu akzeptieren.
Wir möchten die Nutzung von WhatsApp für junge Menschen verbessern und gleichzeitig ein hohes Maß an Datenschutz und Sicherheit gewährleisten.
— Vertreter des Unternehmens
Experten gehen davon aus, dass solche Funktionen in Zukunft zum Standard bei sozialen Netzwerken und Messengern werden könnten.
Je früher Eltern geeignete Kontrollwerkzeuge erhalten, desto sicherer wird die digitale Umgebung für Kinder.
Erinnern wir daran, früher haben wir berichtet: Was bisher über PlayStation 6 bekannt ist.
