Der britische Neobank-Anbieter Revolut hat begonnen, ukrainische Nutzer über die bevorstehende Schließung ihrer Konten zu informieren. Die Mitteilungen gingen ab dem 22. Dezember ein und sorgten schnell für zahlreiche Fragen in sozialen Netzwerken und thematischen Foren. Betroffen sind Konten, die Anfang des Jahres eröffnet wurden, nachdem Revolut seine Dienstleistungen für Kunden aus der Ukraine gestartet hatte. Das Unternehmen gewährt eine Frist von 60 Tagen, um Guthaben abzuheben und wichtige Unterlagen zu sichern. Als Grund nennt Revolut gesetzliche Vorgaben in der Ukraine, die eine weitere Geschäftstätigkeit derzeit nicht zulassen. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion unter Bezugnahme auf Forbes.
Warum werden die Konten geschlossen
Wie das Unternehmen erklärt, ist Revolut gezwungen, die Betreuung von Einwohnern der Ukraine aufgrund rechtlicher Einschränkungen auszusetzen. Dies geht aus einer offiziellen Mitteilung hervor, die eine Journalistin von Forbes Ukraine als Nutzerin des Dienstes erhalten hat. In dem Schreiben wird betont, dass die Entscheidung nichts mit dem Verhalten der Kunden oder möglichen Verstößen ihrerseits zu tun hat. „Auch wenn wir unsere Dienstleistungen derzeit nicht für Einwohner der Ukraine anbieten können, hoffen wir, dass dies in Zukunft möglich sein wird“, heißt es in der Mitteilung von Revolut. Das Unternehmen versichert zudem, die Nutzer zu informieren, sollte sich die Situation ändern.
Was passiert mit Geld und Karten
Innerhalb von 60 Tagen nach Erhalt der Benachrichtigung können Kunden ihr Konto weiterhin wie gewohnt nutzen. Dazu gehören Überweisungen, Kartenzahlungen und andere grundlegende Funktionen. Gleichzeitig empfiehlt Revolut, alle Gelder rechtzeitig abzuheben und Kontoauszüge herunterzuladen. Nach Ablauf der Frist von zwei Monaten wird das Konto geschlossen und der Funktionsumfang stark eingeschränkt. Einzahlungen, Kartenzahlungen und Bargeldabhebungen an Geldautomaten sind dann nicht mehr möglich. Als einzige Option bleibt die Überweisung des verbleibenden Guthabens auf ein externes Bankkonto.

Was Kunden jetzt tun sollten
Fachleute raten dazu, nicht bis zum letzten Moment zu warten. Nutzer sollten frühzeitig ihren Kontostand prüfen, wiederkehrende Zahlungen stoppen und alle wichtigen Dokumente sichern. Außerdem ist die Dauer internationaler Überweisungen zu berücksichtigen, damit das Geld rechtzeitig bei einem anderen Kreditinstitut ankommt. Für viele Ukrainer war Revolut ein praktisches Instrument für Zahlungen im Ausland, weshalb nun nach Alternativen gesucht werden muss. Gleichzeitig betont das Unternehmen, dass der Rückzug vorübergehend sei und eine Rückkehr auf den Markt in Zukunft nicht ausgeschlossen werde.
Erinnern wir daran, früher haben wir berichtet: Deutschland führt Grundsicherung für Arbeitslose ein.
