In Deutschland wurde ein alarmierender Trend festgestellt – immer mehr Jugendliche verlassen die Schule, ohne sie abzuschließen. Laut dem Magazin Der Spiegel unter Berufung auf das Bündnis Sahra Wagenknecht beendeten im Schuljahr 2023/2024 rund 62.000 junge Menschen ihre Ausbildung vorzeitig. Das ist der höchste Wert der letzten zehn Jahre. Vorbereitet von der Redaktion vollveggie.de.
Zum Vergleich: Im Schuljahr 2022/2023 verließen 56.000 Schüler die Schule ohne Abschluss. Den bisherigen Rekord gab es 2006 mit 75.000 Schulabbrüchen. Danach ging die Zahl der Aussteiger zunächst bis 2013 zurück, steigt aber in den letzten Jahren wieder deutlich an.
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Stefan Düll, sieht die Gründe in mehreren Faktoren: Sprachschwierigkeiten, mangelndes Zugehörigkeitsgefühl und fehlende Identifikation mit gesellschaftlichen Werten. Viele Jugendliche hätten zudem keine Motivation mehr zu lernen, da die moderne Gesellschaft auch ohne Ausbildung Verdienstmöglichkeiten biete.
Der Direktor des Leibniz-Instituts, Kai Maaz, sieht die Verantwortung dagegen vor allem beim Bildungssystem und der Gesellschaft. Viele Schüler erhielten nicht die nötigen Grundkenntnisse, und diese Defizite später auszugleichen sei schwierig. Er fordert gezieltere Unterstützung für Kinder, insbesondere für jene, die später nach Deutschland gekommen sind und Schwierigkeiten mit der Integration haben.

Experten warnen, dass ohne umfassende Maßnahmen – von besseren Sprachprogrammen bis zu sozialer Integration – das Problem zu einer dauerhaften Herausforderung für das deutsche Bildungssystem werden könnte.
Erinnern wir daran, dass wir auch darüber geschrieben haben Wegen einer Explosion in München wurde das Oktoberfest geschlossen.
