Im Herzen Roms kam es zu einem schweren Bauunfall. Ein Teil des historischen Torre dei Conti an der Largo Corrado Ricci stürzte während Restaurierungsarbeiten ein. Nach Angaben italienischer Medien befindet sich noch ein Arbeiter unter den Trümmern. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion.
Ersten Berichten zufolge ereigneten sich zwei weitere Teileinstürze, die die Rettungsarbeiten erheblich erschwerten. Ein 64-jähriger Bauarbeiter wurde lebend geborgen und mit einer schweren Kopfverletzung ins Krankenhaus eingeliefert. Nach Angaben medizinischer Quellen ist der zweite Arbeiter, der noch unter den Trümmern liegt, bei Bewusstsein, sein Zustand gibt jedoch Anlass zur Sorge, da sich nach dem zweiten Einsturz die Lage weiter verschlechtert hat.
Roms Präfekt Lamberto Giannini bestätigte, dass die Retter noch Lebenszeichen des Mannes unter den Trümmern empfangen. „Wir haben Hinweise, dass er noch lebt. Wir tun alles, um ihn zu retten – das hat absolute Priorität. Doch der Einsatz ist sehr schwierig, da das Risiko eines weiteren Einsturzes extrem hoch ist“, erklärte er.
Beim zweiten Einsturz stürzte ein Teil der Struktur direkt auf das Rettungsteam der Feuerwehr. Ein Feuerwehrmann erlitt Augenreizungen und wurde ins Krankenhaus gebracht. Zwei weitere Einsatzkräfte wurden leicht verletzt, lehnten jedoch eine Einweisung ab.
Vor Ort waren drei Einsatzteams der Feuerwehr, zwei Drehleitern und Spezialeinheiten im Einsatz. Die umliegenden Straßen wurden für Fußgänger und Fahrzeuge gesperrt, um den Rettern den Zugang zu erleichtern.
Die Staatsanwaltschaft von Rom leitete eine Untersuchung ein, die von Staatsanwalt Antonino Di Mai und Richter Mario Dovinola geführt wird. Der Fall wird als fahrlässige Körperverletzung behandelt. Polizei und Arbeitsinspektoren prüfen, ob es zu einer strukturellen Schwächung innerhalb des Gebäudes gekommen ist.
Nach bisherigen Erkenntnissen arbeiteten am Morgen elf Arbeiter im Turm. Auch der italienische Kulturminister Alessandro Giuli begab sich an den Ort des Unglücks, um sich ein Bild der Lage zu machen.



„Wir verfolgen die Entwicklungen mit großer Sorge und danken den Feuerwehrleuten und Rettungskräften für ihren Mut und ihren unermüdlichen Einsatz“, schrieb der Präsident der Region Latium, Francesco Rocca, auf Facebook.
Erinnern wir daran, dass wir auch darüber geschrieben haben Berlin schließt das Flüchtlingszentrum in „Tegel“: warum und wohin die Menschen umziehen
