Dresden – Gegen Omar Y. (22) laufen seit Längerem mehrere Verfahren, er gilt der Polizei als gewalttätig und bereits mehrfach auffällig. Seit sechs Monaten sitzt der aus Syrien stammende Mann in Untersuchungshaft. Jetzt begann vor dem Landgericht Dresden der Prozess, in dem er sich wegen zwei mutmaßlichen Vergewaltigungen verantworten muss – betroffen sind eine 17-Jährige und seine Lebensgefährtin, mit der er nach islamischem Recht verheiratet war. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion.
Laut Anklage hatte sich der 22-Jährige mit der Jugendlichen am Albertplatz verabredet und fuhr mit einem Auto vor. Die junge Frau wollte jedoch nicht mit ihm fahren. Staatsanwältin Bettina Ball (56) erklärt: „Aus Verärgerung fasste er den Entschluss, sich mit ihr an einem abgelegenen Ort zu treffen.“ Am Elbufer, in Höhe der Albertbrücke, soll er die 17-Jährige später auf einer Parkbank vergewaltigt haben.
Gewalt in der Beziehung – selbst während der Schwangerschaft
Am 2. Mai 2025 heiratete Omar Y. eine andere Frau „nach islamischem Recht“. In dieser Beziehung soll es laut Staatsanwaltschaft immer wieder zu massiver körperlicher und sexueller Gewalt gekommen sein. Die Frau, eine Bekannte der 17-Jährigen, soll sowohl im Schlaf als auch unter der Dusche vergewaltigt worden sein.
Als sie später ihre Sachen aus der gemeinsamen Wohnung holen wollte, soll der Beschuldigte sie abgepasst und geschlagen haben. Zu diesem Zeitpunkt war sie schwanger – ein Detail, das die Schwere der Vorwürfe weiter unterstreicht.

Weitere Ermittlungen: Kinderpornografie auf Smartphone gefunden
Die Polizei stellte bei der Durchsuchung des iPhone 5 des Angeklagten kinderpornografisches Material sicher. Außerdem wird er in einem weiteren Verfahren beschuldigt, Frauen bei sexuellen Handlungen heimlich gefilmt zu haben. Die Verteidigung verweist darauf, dass das Handy zusätzlich von der Justiz in Frankfurt am Main ausgewertet worden sei.
Der Prozess musste vertagt werden, da dem Pflichtverteidiger zunächst eine unvollständige Akte übergeben worden war. Omar Y. möchte sich zu den Vorwürfen aktuell nicht äußern. Für den weiteren Verlauf des Verfahrens sind fünf zusätzliche Verhandlungstage angesetzt.
Erinnern wir daran, dass wir auch darüber geschrieben haben Grausamer Werkstatt-Angriff in der Türkei: Jugendlicher stirbt nach Misshandlung mit Luftkompressor.
