Ein Schuss, ein kurzer Knall – und plötzlich Schmerz. In Ostfriesland endete ein Waldspaziergang für ein Paar mit leichten Verletzungen. Bei einer Treibjagd in Großefehn (Landkreis Aurich) traf Schrotmunition versehentlich zwei Menschen, die eigentlich nur mit ihrem Hund unterwegs waren. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion.
Der 45-jährige Mann und die 42-jährige Frau liefen am frühen Mittag durch den Wald am Verlorenenweg. Dort jagten Jägerinnen und Jäger gerade in einer organisierten Treibjagd. Das Paar ahnte davon offenbar nichts. Nur wenige Sekunden nach dem Schuss verspürten beide Schmerzen an Armen und Beinen. Die Situation wirkte zunächst dramatisch, doch schnell stellte sich heraus, dass sie Glück im Unglück hatten.
Jägerin gibt Schuss ab – Polizei klärt den Ablauf
Einsatzkräfte der Polizei erschienen kurz darauf am Ort des Geschehens. Ein Sprecher erklärte, dass die Beamten sofort eine Treibjagd als Ursache des Vorfalls feststellten. Eine beteiligte Jägerin gab zu, den Schuss abgefeuert zu haben. Die Schrotladung hatte das Paar getroffen, allerdings nur oberflächlich. Dadurch blieben ernsthafte Verletzungen aus.
Die beiden Spaziergänger benötigten keine Behandlung im Rettungswagen. Trotzdem leitete die Polizei ein Ermittlungsverfahren ein. Die 40-jährige Jägerin muss sich nun wegen fahrlässiger Körperverletzung verantworten. Sie kooperiert laut Polizei vollständig mit den Behörden.
Konflikte zwischen Jagd und Öffentlichkeit nehmen zu
Immer wieder kommt es in Deutschland zu Vorfällen rund um Treibjagden. Spaziergänger und Hundehalter bewegen sich häufiger in denselben Waldgebieten, in denen Jäger aktiv sind. Dadurch entstehen auf engem Raum Situationen, die schnell gefährlich werden können. Behörden und Jagdverbände appellieren deshalb regelmäßig an klare Absprachen und sichtbare Hinweise, um Unfälle zu vermeiden.
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