In Biberach (Baden-Württemberg) hat am Montag ein Vorfall für große Unruhe gesorgt: In zwei benachbarten Gymnasien wurde ein Amokalarm ausgelöst. Im Pestalozzi- und im Wieland-Gymnasium aktivierte sich das System, das bei Verdacht auf einen möglichen bewaffneten Angriff ausgelöst wird. Innerhalb weniger Minuten füllte sich der Bereich mit zahlreichen Polizeifahrzeugen, während Eltern und Anwohner fieberhaft nach Informationen suchten. Die Polizei betont, dass bislang keine Hinweise auf eine reale Gefahr vorliegen. Dennoch bleiben die Einsatzteams in den Schulgebäuden, da sich dort zum Zeitpunkt des Alarms Schüler aufhielten. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion.
Was die Polizei bisher sagt
Laut einem Sprecher der Polizei Ulm ging der Alarm nahezu zeitgleich in beiden Schulen ein, die nur wenige Meter voneinander entfernt liegen. Die Ursache des Auslösers ist weiterhin unklar – Ermittler versuchen herauszufinden, wer den Amokalarm gemeldet hat und auf welchem Weg. Bestätigt wurde, dass sich während des Vorfalls zahlreiche Schüler in den Gebäuden befanden, was den Einsatz nach strengem Sicherheitsprotokoll notwendig machte. Auf X schrieb die Polizei, man sei „mit starken Kräften vor Ort“ und bitte die Bevölkerung, den Bereich großräumig zu meiden. Eine Evakuierung wurde nicht durchgeführt: Die Klassenräume wurden nach Standardverfahren von innen verriegelt.
Bereich abgesperrt – Anlaufstelle für Angehörige eingerichtet
In den sozialen Netzwerken betonte die Polizei erneut, dass ein amoklauf biberach derzeit nicht bestätigt sei und die Maßnahmen ausschließlich aus Vorsicht getroffen würden. Gleichzeitig warnte man die Öffentlichkeit, keine ungeprüften Gerüchte zu verbreiten, um keine unnötige Panik zu erzeugen. Für Eltern und Angehörige wurde eine Betreuungsstelle in der Polizeiinspektion am Erlenweg eingerichtet, wo sie aktuelle Informationen und Unterstützung erhalten können. Zudem richtete die Polizei eine Hotline ein: Unter den Nummern 07351/447301 und 07351/447302 können Familien Rückfragen zum Einsatz stellen und den Status ihrer Kinder klären. Die Durchsuchungen dauern weiterhin an.

Lage in den Schulen
Nach Angaben der Einsatzleitung durchsuchen Spezialeinheiten weiterhin jeden Raum beider Gymnasien. Die Interventionskräfte folgen dabei festen Protokollen und arbeiten sich systematisch durch die Gebäude. Mitarbeitende der Schulen stehen in engem Austausch mit der Polizei, um Abläufe abzustimmen und unnötige Bewegungen zu vermeiden. Die Schülerinnen und Schüler bleiben in ihren Räumen, bis die Polizei jede Zone freigegeben hat. Wann die genaue Ursache des Alarms geklärt sein wird, ist derzeit noch offen und wird Gegenstand der weiteren Ermittlungen sein.
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