Im Schweizer Ferienort Crans-Montana laufen die Ermittlungen zum verheerenden Brand in der Bar Le Constellation weiter. Das Feuer brach am 1. Januar gegen 01:30 Uhr Ortszeit aus, als sich zahlreiche junge Menschen zur Silvesterfeier im Lokal aufhielten. Nach Angaben der Polizei kamen 40 Menschen ums Leben, weitere 115 wurden verletzt. Unter den Opfern befinden sich auch Touristen, die meisten Getöteten sind junge Leute. Die Identität vieler Opfer ist bislang nicht geklärt. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion unter Bezugnahme auf BBC.
Rettungskräfte berichten übereinstimmend, dass sich das Feuer extrem schnell ausbreitete. In der Folge blieb den Menschen im Inneren kaum Zeit zur Flucht. Dichter Rauch und hohe Temperaturen erschwerten zudem die Arbeit der Einsatzkräfte erheblich. Mehr als 100 Verletzte wurden in Krankenhäuser in der ganzen Schweiz gebracht. Deshalb riefen die Behörden die Bevölkerung dazu auf, das Gesundheitssystem nicht zusätzlich zu belasten, da Notaufnahmen und Brandverletztenstationen an ihre Grenzen stoßen.

Was über die Brandursache bekannt ist
Eine offizielle Ursache für den Brand haben die Ermittler bislang nicht genannt. Die Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis, Béatrice Pilloud, bestätigte Aussagen von Zeugen nicht, wonach Kerzen oder Signalraketen auf einer Champagnerflasche das Feuer ausgelöst haben könnten. Zwar prüfen die Ermittler diese Versionen, konkrete Ergebnisse liegen jedoch noch nicht vor. Gleichzeitig betonen die Behörden, dass es keine Hinweise auf einen Angriff oder eine vorsätzliche Brandstiftung gibt.
Am Unglücksort arbeitet ein Team von Kriminaltechnikern aus Zürich. Nach ersten Einschätzungen ziehen die Ermittler einen sogenannten Flashover in Betracht, bei dem sich brennbare Materialien nahezu gleichzeitig entzünden. Gerade dieser Mechanismus könnte erklären, warum sich die Flammen innerhalb weniger Minuten im gesamten Lokal ausbreiteten. Endgültige Erkenntnisse erwarten die Behörden jedoch erst nach Abschluss der technischen Untersuchungen.

Wie viele Menschen sich in der Bar aufhielten
Eine der zentralen offenen Fragen bleibt die genaue Zahl der Personen, die sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs in der Bar befanden. Die Ermittler können diese bislang nicht exakt benennen. Zudem ist unklar, ob die Zahl der Gäste der zulässigen Kapazität des Lokals entsprach. Die Polizei bestätigt lediglich, dass die Bar überfüllt war, was die Evakuierung erheblich erschwert haben könnte. Daher wird die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften gesondert untersucht.
Stand der Identifizierung der Opfer
Auch die Identifizierung der Todesopfer schreitet nur langsam voran. Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin erklärte, dass die Feststellung der Identitäten aller Getöteten „Zeit in Anspruch nehmen wird“. Als Gründe nennen die Behörden schwere Verletzungen sowie fehlende Ausweisdokumente bei vielen Opfern. Derzeit wertet die Polizei DNA-Proben aus und gleicht diese mit medizinischen Unterlagen ab. Angehörige warten weiterhin auf offizielle Bestätigungen.

Werbevideo der Bar und Diskussionen darüber
Parallel zu den Ermittlungen wird im Internet auch ein Werbevideo der Bar Le Constellation thematisiert, das bereits vor der Tragödie aufgenommen wurde. In dem Clip kommen Feuerwerke und pyrotechnische Effekte zum Einsatz. Die Behörden sehen keinen Zusammenhang zwischen diesem Video und der Brandursache und ziehen daraus keine Schlüsse. Dennoch ist das Video Teil öffentlicher Diskussionen geworden. Die Ermittler betonen jedoch, dass ihre Bewertungen ausschließlich auf den Ergebnissen der Gutachten beruhen werden.
Die Untersuchungen dauern an. Die Behörden kündigen an, detaillierte Informationen erst nach Abschluss aller Prüfungen und Analysen zu veröffentlichen.
Erinnern wir daran, früher haben wir berichtet: Tödlicher Einsatz auf Neujahr: Feuerwehrmann verunglückt auf dem Weg zur Hilfe.
