Ein bedeutendes Kapitel in der Geschichte des Bremerhavener Fischereihafens ist zu Ende: Der Fischveredler und -händler Wilhelm Petersen, der mehr als 100 Jahre lang im Hafen tätig war, hat seinen Betrieb endgültig eingestellt. Für die 19 Mitarbeiter bedeutet das den Verlust ihrer Arbeitsplätze. Der Auslöser für das Ende des Traditionsunternehmens ist die Insolvenz der Abelmann-Gruppe, zu der Wilhelm Petersen gehörte. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion.
Die Unternehmensgruppe, die in den letzten Monaten durch mehrere Produktrückrufe aufgrund von Bakterienfunden stark unter Druck geraten war, konnte den wirtschaftlichen Druck nicht mehr bewältigen. Das Vertrauen der Kunden brach ein, was die Lage weiter verschärfte. Aufgrund dieser Umstände war eine Fortführung des Betriebs nicht mehr möglich.
Auswirkungen auf weitere Standorte
Die Insolvenz hat auch Auswirkungen auf andere Standorte im Fischereihafen. Während der Betrieb von Wilhelm Petersen nun dauerhaft geschlossen bleibt, sollen die Marken Abelmann Feinkost und Käptn’s Dinner zunächst weitergeführt werden. Doch die Veränderungen haben unterschiedliche Auswirkungen auf die Mitarbeiter:
Bei Käptn’s Dinner bleibt die Belegschaft weiterhin im Unternehmen, während bei Abelmann Feinkost bereits zahlreiche Stellen gestrichen wurden, um den Betrieb wirtschaftlich neu auszurichten.

Trotz dieser Einschnitte gibt es immer noch Hoffnung auf eine Fortführung von Abelmann Feinkost, jedoch ist für Wilhelm Petersen das über hundertjährige Bestehen des Unternehmens endgültig beendet.
Erinnern wir daran, früher haben wir berichtet: Tragödie in Gelsenkirchen: Ehemann tötet Frau und verletzt sich selbst.
