Aschaffenburg (Bayern) – Ein heftiger Massenunfall hat am Sonntagmorgen die A3 bei Aschaffenburg lahmgelegt. Eine einzige Kollision löste eine Kettenreaktion aus: Fahrzeuge krachten ineinander, Trümmerteile flogen über die Fahrbahn. Am Ende waren zehn Autos beschädigt, drei Menschen wurden verletzt – teils schwer. Die Autobahn wurde stundenlang zum Nadelöhr. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion. Die Bilder wurden von der Website verwendet bild.de.
Gegen 7.15 Uhr begann das Drama in Fahrtrichtung Würzburg. Ein Škoda fuhr auf das Heck eines Kleintransporters auf. Während der Transporter weiterfuhr, blieb der Škoda stark beschädigt am rechten Fahrbahnrand stehen. Der Fahrer wurde schwer verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei stellte Alkoholgeruch fest und ordnete eine Blutentnahme an.
Unfall löst Kettenreaktion mit weiteren Zusammenstößen aus
Der erste Unfall setzte eine gefährliche Crash-Serie in Gang. Ein BMW-Fahrer wollte vom mittleren auf den linken Fahrstreifen wechseln und übersah dabei einen herannahenden Audi. Es kam zum Zusammenstoß, anschließend prallte der BMW auch noch gegen einen VW. Die Beifahrerin im Audi wurde verletzt und in eine Klinik eingeliefert.
Kurz darauf verlor eine Nissan-Fahrerin aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über ihr Fahrzeug. Sie krachte in die Mittelabtrennung, schleuderte über die Fahrbahn und kam erst mit dem Heck an der äußeren Betonwand zum Stehen. Auch sie wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht.
Durch umherfliegende Trümmerteile wurden vier weitere Fahrzeuge beschädigt. An Škoda, BMW, Audi und Nissan entstand jeweils Totalschaden. Der Gesamtschaden liegt nach ersten Schätzungen im sechsstelligen Bereich.


Feuerwehren aus Aschaffenburg und Stockstadt, die Autobahnmeisterei sowie Spezialfahrzeuge zur Fahrbahnreinigung waren im Einsatz. Ausgelaufene Betriebsstoffe mussten beseitigt werden. Die A3 wurde zunächst rund eine Stunde komplett gesperrt, anschließend lief der Verkehr nur noch einspurig. Der Unfall sorgte für massive Staus – auch auf den Ausweichstrecken.
Die Autobahnpolizei bittet Zeugen, insbesondere mit Hinweisen zu dem flüchtigen Kleintransporter, sich unter der Telefonnummer 06021/8572530 zu melden.
Erinnern wir daran, früher haben wir berichtet: Tragödie vor dem eigenen Haus: 72-Jähriger stirbt in Köln-Holweide.
