Der parteilose Oberbürgermeister von Baden-Baden, Dietmar Späth, steht im Mittelpunkt eines Skandals. In der vergangenen Woche verursachte er einen Verkehrsunfall, der nun für Aufsehen sorgt. Der Vorfall ereignete sich am Mittwochabend an der Autobahnausfahrt Rastatt-Nord auf der A5. Laut Polizei kam ein 62-jähriger Fahrer auf die Mittelinsel und prallte gegen eine Ampel. Ein Atemalkoholtest ergab rund 1,5 Promille. Das Fahrzeug wurde beschädigt, verletzt wurde niemand. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion.
Später stellte sich heraus, dass es sich bei dem Fahrer um Baden-Badens Oberbürgermeister Dietmar Späth handelte. Sein Anwalt Gerhard Bräuer erklärte, dass sein Mandant nicht nur unter Alkoholeinfluss, sondern auch unter dem Einfluss von Medikamenten stand. „Mein Mandant erkennt seinen Fehler an und wird die volle Verantwortung übernehmen“, hieß es in der schriftlichen Stellungnahme. Bräuer betonte, dass der Aufenthalt Späths an seinem Wohnort, wo der Vorfall stattfand, mit den behandelnden Ärzten abgestimmt gewesen sei.
Seit August ist Dietmar Späth krankgeschrieben und kann seine Amtsgeschäfte nicht ausüben. Die Stadtverwaltung bestätigte, dass sich der Oberbürgermeister in medizinischer Behandlung befindet und seine Krankschreibung bis Ende November verlängert wurde. Nach dem Unfall ist jedoch unklar, ob und wann er in sein Amt zurückkehren kann. Die Staatsanwaltschaft Baden-Baden hat sich bisher nicht zu möglichen rechtlichen Konsequenzen geäußert.
In den vergangenen Monaten stand Späth unter erheblichem Druck. Die Haushaltskrise in der Stadt brachte ihm viel öffentliche Kritik ein. Zusätzlich belastete ihn der sogenannte „Hurenbock-Prozess“. Eine ältere Frau hatte ihn auf Facebook mit den Worten „Hurenbock“ und „Hallodri“ beleidigt. Das Amtsgericht verurteilte sie zu einer Geldstrafe von 7.500 Euro wegen Beleidigung, doch beide Seiten legten Berufung ein.

Während Späth weiterhin krankgeschrieben ist, übernehmen seine Stellvertreter die Amtsgeschäfte. In Baden-Baden wird der Fall heftig diskutiert: Einige Bürger fordern seinen Rücktritt, andere plädieren dafür, das Ergebnis der Ermittlungen abzuwarten.
Erinnern wir daran, dass wir auch darüber geschrieben haben Hauptverdächtiger im Fall Maddie darf Deutschland bald verlassen.
