Die Pariser Staatsanwaltschaft hat die Festnahme eines Mitarbeiters des Élysée-Palasts bekannt gegeben, der im Verdacht steht, Tafelsilber und Porzellan im Gesamtwert von rund 40.000 Euro entwendet zu haben. Neben ihm wurden zwei mutmaßliche Komplizen festgenommen. Über den Fall berichtete die britische Zeitung The Guardian unter Berufung auf Ermittlungsquellen. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion.
Wie wertvolle Stücke aus dem Élysée verschwanden
Nach Angaben der Ermittler war der Mann für die Aufbewahrung der Sammlungen im Élysée-Palast zuständig und soll über längere Zeit hinweg regelmäßig wertvolle Gegenstände entnommen haben. Dabei handelte es sich vor allem um Porzellan der Manufaktur von Sèvres, das als nationales Kulturerbe gilt. Die gestohlenen Stücke sollen von dem Trio über Online-Plattformen zum Verkauf angeboten worden sein. Genau diese Angebote brachten die Ermittlungen ins Rollen.

Experten entdeckten Kulturgüter im Internet
Aufgedeckt wurde der Fall, nachdem Fachleute der Manufaktur einzigartige Objekte im Internet wiedererkannten. In der Folge durchsuchten die Ermittler mehrere Objekte und stellten rund 100 Gegenstände sicher. Sämtliche Funde wurden bereits an den Élysée-Palast zurückgegeben. Darunter befinden sich Porzellan aus Sèvres, Kristallwaren von Baccarat sowie Arbeiten von Lalique, die bei Sammlern weltweit geschätzt sind.
Den Beschuldigten drohen nach französischem Recht bis zu zehn Jahre Haft. Der Prozess ist für den 26. Februar 2026 angesetzt.
Erinnern wir daran, früher haben wir berichtet: Goethe-Statue vor Hamburger Schule gestohlen.
