Am Samstagnachmittag herrschte im Nordwestzentrum Frankfurt plötzlich Chaos. Besucher hörten laute Knallgeräusche – viele dachten an Schüsse. Innerhalb von Sekunden brach Panik aus, Hunderte Menschen rannten in Panik ins Freie. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an, darunter auch Spezialkräfte. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion.
Das beliebte Einkaufszentrum in der Nordweststadt wurde komplett geräumt und für mehrere Stunden abgeriegelt. Gegen 15.40 Uhr ging der erste Notruf ein. Kurz darauf suchten Beamte nach der Ursache der Geräusche. Am Abend meldete die Polizei auf der Plattform X: „Unsere Kräfte haben im Nordwestzentrum Rückstände gezündeter Feuerwerkskörper gefunden. Diese könnten die Ursache der gemeldeten Knallgeräusche gewesen sein, die das panische Verlassen des NWZ ausgelöst haben.“
Vier Verdächtige im Fokus
Am Sonntag teilte die Polizei mit, dass nun zahlreiche Videoaufnahmen ausgewertet und Besucher befragt werden. Eine Sprecherin bestätigte: „Zeugen haben berichtet, dass vier Personen weggelaufen sein sollen.“ Nach Informationen der Bild handelt es sich vermutlich um Jugendliche, die in der Haupthalle Böller gezündet haben sollen.
Mehrere Videos in den sozialen Medien zeigen Szenen aus dem Zentrum – darunter auch eine Festnahme. Die Polizei stellte jedoch klar, dass diese nicht im Zusammenhang mit den Knallgeräuschen stehe. Die Person habe lediglich die Arbeit der Einsatzkräfte behindert und sei wenig später wieder freigelassen worden.


Neun Verletzte durch Panik
Durch die plötzliche Massenflucht wurden neun Menschen leicht verletzt – offenbar durch Gedränge und Stürze. Zahlreiche Besucher suchten Schutz in umliegenden Gebäuden oder auf der Straße.
Vor Ort sicherten Polizisten mit Maschinenpistolen das Gelände. Spezialkräfte durchsuchten jedes Geschäft einzeln, auch die Tiefgarage wurde kontrolliert. Erst am späten Abend konnte Entwarnung gegeben werden. „Gegenwärtig besteht keine Gefahrensituation mehr“, schrieb die Polizei Frankfurt auf X.
Für verletzte Personen und verängstigte Zeugen richtete die Feuerwehr eine Anlaufstelle in der Feuerwache 21 ein. Das Nordwestzentrum wurde nach Abschluss der Ermittlungen am Abend wieder freigegeben.
Erinnern wir daran, dass wir auch darüber geschrieben haben Messerangriff im Zug nach London: Neun Menschen in Lebensgefahr.
