Hamburg – Ein normaler Herbstmorgen in Hamburg, ein bisschen Regen, ein starker Wind. Für Maud Schock (50) kein Grund, auf ihren täglichen Spaziergang im Park zu verzichten. Doch als sie mit ihrer Hündin entlang eines alten Baumes lief, brach dieser plötzlich ab und begrub sie unter sich. Der Unfall ereignete sich vor vier Wochen – und Maud wird nie wieder in der Lage sein, im Park zu spazieren. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion.
Der Stamm traf Maud so schwer, dass sie nun querschnittsgelähmt ist. Seitdem liegt sie mit schweren, teils irreparablen Verletzungen im Krankenhaus und kämpft mit Hoffnung und Verzweiflung.
Rettungskräfte befreien schwer verletzte Frau unter Baumstamm
Die Rettungskräfte mussten Maud unter dem Baumstamm hervorholen und sie sofort ins Krankenhaus bringen. Ihr Ehemann, Oliver, erinnert sich: „Es war nicht mal ein schlimmer Sturm“, sagte er über den 30. Oktober. „Alles war wie immer. Maud und unsere Hündin Tilda waren im Park unterwegs, und dann stand plötzlich die Polizei vor der Tür.“ Was er nicht wusste: Maud war unter dem schweren Baum eingeklemmt. Sie war bei Bewusstsein und wusste sofort: „Ich spüre meine Beine nicht.“ Elf Rippen waren gebrochen, ihre Lunge durchbohrt.

Hoffnung und Verzweiflung
Bis der Rettungsdienst kam, hielt eine fremde Frau Mauds Hand. Ihre Hündin Tilda lief aus Angst davon und wurde später unverletzt in einem Bus gefunden. Maud wurde zweimal operiert, doch das Gefühl in ihren Beinen kehrte nicht zurück. Ihr Ehemann Oliver sagt: „Sie kann sich nicht einmal selbst aufrichten, hat immer noch starke Schmerzen.“
Die Familie, mit zwei Kindern im Teenageralter, kämpft täglich zwischen Hoffnung und Verzweiflung. „Das Erste, was meine Frau nach dem Unfall sagte, war: ‚Schaffen wir das?‘“, erzählt Oliver unter Tränen. Seit mehr als 20 Jahren sind sie ein Paar und haben gemeinsam viele Hürden genommen.

Freunde starten Spendenaktion für Maud
Für das Ehepaar Schock gibt es keinen Gedanken ans Aufgeben. Doch an die Arbeit in ihren Kommunikationsagenturen ist momentan nicht zu denken. In den kommenden drei bis sechs Monaten wird Maud aus dem Krankenhaus entlassen. Bis dahin muss ihre Wohnung im dritten Stock barrierefrei umgebaut werden – oder sie benötigen ein neues Zuhause. Diese finanzielle Belastung wollen Freunde nun mit einer Spendenaktion auf GoFundMe abfedern.
Zudem wurden zivilrechtliche Schritte eingeleitet, da die Stadt Hamburg für den etwa 20 Meter hohen Baum verantwortlich ist. Laut dem „Hamburger Abendblatt“ wurde der Baum bei den letzten Kontrollen übersehen – ein Schädlingsbefall sei ebenfalls nicht erkannt worden.
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