In mehreren südostasiatischen Ländern spielt sich derzeit eine der schwersten Naturkatastrophen der letzten Jahre ab. Überschwemmungen und Erdrutsche haben bereits über 300 Menschen das Leben gekostet, hunderte Städte und Dörfer stehen unter Wasser. Besonders betroffen sind Thailand, Vietnam, Indonesien und Sri Lanka. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion.
In Thailand sprechen Meteorologen von einer „Jahrhundertflut“. Offiziell wurden 145 Todesopfer bestätigt. Über 3,5 Millionen Menschen gelten als betroffen – viele haben ihr Zuhause, den Zugang zu Trinkwasser oder Strom verloren. Ganze Stadtteile wurden überflutet, Häuser weggespült, Brücken zerstört. In mehreren Provinzen wurde der Notstand ausgerufen.
Auch in Vietnam ist die Lage dramatisch. Mindestens 98 Menschen kamen ums Leben. Lokale Medien berichten, dass zahlreiche Familien obdachlos sind. Der wirtschaftliche Schaden wird auf über 546 Millionen US-Dollar geschätzt. Besonders schlimm traf es ländliche Regionen – Felder wurden überflutet, Ernten vernichtet und Lieferketten unterbrochen.
Sri Lanka hat zusätzlich mit schweren Erdrutschen zu kämpfen. Dort sind mindestens 56 Menschen gestorben, weitere gelten als vermisst. Hunderte Häuser wurden zerstört, Straßen unpassierbar. In den Bergen erreichen Helfer viele Orte nur noch mit Hubschraubern. Evakuierte Familien schlafen in Notunterkünften wie Schulen, Tempeln oder Zelten.







Die Ursachen dieser Katastrophe
Die Ursachen dieser Katastrophe liegen nicht allein im Regen. Eine seltene Wetterkonstellation – die gleichzeitige Wirkung von La Niña und der negativen Phase des Indischen Ozean-Dipols – hat außergewöhnlich starke Monsunregen ausgelöst. Hinzu kommt die erhöhte Wassertemperatur im Ozean, die Zyklone zusätzlich verstärkt hat. All das führte zu einem massiven Niederschlagsaufkommen, dem die Infrastruktur vieler Regionen nicht gewachsen war.
Fachleute sehen in den Ereignissen ein deutliches Zeichen der Klimakrise. „Die Erwärmung der Ozeane und die Verschiebung klimatischer Muster machen solche Extremereignisse immer wahrscheinlicher“, so ein Klimaforscher der Universität Bangkok. Verstärkt wird das Problem durch unzureichende Schutzmaßnahmen – viele Städte sind nicht auf solche Mengen Wasser vorbereitet, Drainagesysteme und Frühwarnsysteme fehlen.
Die Rettungsarbeiten laufen weiter – vielerorts werden Menschen evakuiert, Trümmer geräumt, Straßen freigemacht. Internationale Hilfsorganisationen haben bereits mit der Lieferung von Medikamenten, Trinkwasser und Notunterkünften begonnen. Gleichzeitig betonen Experten, dass der Wiederaufbau auch den Fokus auf besseren Katastrophenschutz legen muss.
Erinnern wir daran, dass wir auch darüber geschrieben haben In welchen deutschen Städten die Weihnachtsmärkte 2025 abgesagt wurden – und warum.
