Weihnachtsmärkte gehören fest zur Adventszeit in Deutschland und ziehen jedes Jahr Millionen Besucher an. Doch 2025 müssen einige Städte auf die festliche Tradition verzichten. Steigende Sicherheitskosten und konkrete Drohungen haben einige Kommunen dazu gezwungen, ihre Weihnachtsmärkte abzusagen. Wir haben zusammengestellt, wo die Absagen bereits offiziell sind – und was dahinter steckt. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion. Die Bilder wurden von der Website verwendet Hamburger Abendblatt.
Overath: Weihnachtsmarkt abgesagt wegen Sicherheitskosten
Die Stadt Overath in Nordrhein-Westfalen war eine der ersten, die ihren Weihnachtsmarkt gestrichen hat. Der Grund: Die Kosten für Sicherheitsmaßnahmen seien 2025 so stark gestiegen, dass eine Durchführung nicht mehr tragbar war. Veranstalter und Stadtverwaltung erklärten, dass sie sich die zusätzliche Bewachung einfach nicht mehr leisten können.
„Die Entscheidung ist uns sehr schwergefallen. Wir wissen, wie wichtig der Markt für unsere Gemeinschaft ist. Aber die Sicherheit der Besucher hat oberste Priorität“, erklärten die Organisatoren gegenüber der Lokalpresse. Sollte sich die finanzielle Lage verbessern, wolle man 2026 einen neuen Anlauf starten.
Geesthacht: Weihnachtsmarkt nach Drohungen abgesagt
Auch in Geesthacht, nahe Hamburg, wurde der traditionelle Weihnachtsmarkt an der St.-Salvatoris-Kirche abgesagt – jedoch aus einem deutlich dramatischeren Grund: Die Kirchengemeinde erhielt gleich zweimal Drohungen. Nach Angaben der Polizei gingen diese an verschiedenen Tagen – einem Samstag und einem Donnerstag – ein. Die Ermittlungen laufen mit Beteiligung des Staatsschutzes.
Der Kirchenvorstand veröffentlichte eine Stellungnahme, in der neben dem Weihnachtsmarkt auch der geplante Gottesdienst abgesagt wurde. „Es war eine schwere Entscheidung, aber wir sehen keine andere Möglichkeit, die Sicherheit unserer Gemeinde zu gewährleisten“, heißt es darin. Die Polizei hat ihre Präsenz erhöht, und die Kriminalpolizei prüft Verbindungen zu ähnlichen Fällen aus dem Jahr 2023.
Keine landesweite Absage – aber Sicherheitslage bleibt angespannt
Entgegen kursierender Gerüchte in sozialen Medien gibt es derzeit keine flächendeckenden Absagen von Weihnachtsmärkten in Deutschland. Städte wie München, Dresden, Nürnberg und Frankfurt haben bestätigt, dass ihre Märkte wie geplant stattfinden werden. Allerdings wurden vielerorts die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt – mit mehr Kameras, Kontrollen und zusätzlichem Sicherheitspersonal.
In kleineren Städten, wo das Budget begrenzt ist, wird teils noch über das Stattfinden diskutiert. Mehrere Veranstalter erklärten, dass die endgültige Entscheidung von der aktuellen Sicherheitslage und den Finanzierungsmöglichkeiten abhängt. Neue Absagen sind also nicht ausgeschlossen und könnten kurzfristig folgen.
Erinnern wir daran, dass wir auch darüber geschrieben haben Weihnachtsmarkt in Geesthacht wegen Drohungen abgesagt: Was bekannt ist.
