Die Menschen in Geesthacht (Herzogtum Lauenburg) sind enttäuscht: Der geplante Weihnachtsmarkt an der St.-Salvatoris-Kirche wurde kurzfristig abgesagt. Der Grund ist alarmierend – Mitglieder der Kirchengemeinde erhielten an zwei verschiedenen Tagen Drohschreiben. Die Veranstalter wollten kein Risiko eingehen und sagten sowohl den Weihnachtsmarkt als auch den geplanten Gottesdienst ab. Das Material wurde von der vollveggie.de-Redaktion. Die Bilder wurden von der Website verwendet Hamburger Abendblatt.
Die Polizei bestätigte, dass die Empfänger der Drohungen bereits Anzeige erstattet haben. Die Ermittlungen laufen unter Einbeziehung des Staatsschutzes, der derzeit die Schreiben auswertet, mögliche Täterprofile prüft und Verbindungen zu früheren Vorfällen analysiert. Insbesondere wird untersucht, ob es eine Verbindung zu ähnlichen Drohungen aus dem Jahr 2023 gibt.
Wie das Kirchenkomitee die Entscheidung traf
Am Donnerstagabend tagte der Kirchenvorstand in einer Sondersitzung. In einer Mitteilung hieß es, die Absage sei eine „schwere Entscheidung“ gewesen, aber sie diene dem Schutz der Gemeinde. Man sehe derzeit keinen anderen Weg, um der Verantwortung gegenüber den Gemeindemitgliedern gerecht zu werden.
Die Veranstaltung hätte eigentlich ein traditionelles Beisammensein werden sollen – mit Glühwein, Weihnachtsliedern, Kunsthandwerk und einer familiären Atmosphäre. Nun fällt das Fest auf unbestimmte Zeit aus. Die Kirchengemeinde hofft jedoch, die Veranstaltung in Zukunft wieder durchführen zu können, sobald sich die Lage beruhigt hat.
Was die Polizei unternimmt
Die Polizei hat die Präsenz rund um die Kirche verstärkt. Gleichzeitig arbeitet die Kriminalpolizei Lübeck mit Hochdruck an dem Fall. Aktuell werden Beweise gesichert, Zeugen befragt und verschiedene Szenarien geprüft. Ein Schwerpunkt liegt auch auf der Auswertung möglicher Verbindungen zu den Drohungen aus dem Vorjahr.
Der genaue Wortlaut der Schreiben wurde nicht veröffentlicht, doch laut Polizei wurden sie als ernstzunehmend eingestuft. Ein Sprecher betonte, dass die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger höchste Priorität habe – deshalb wurde die Veranstaltung abgesagt und das Umfeld der Kirche unter besondere Beobachtung gestellt.
Erinnern wir daran, dass wir auch darüber geschrieben haben Was man über das G95-Sturmgewehr wissen muss.
