Am 11. Oktober wurde in Kyjiw der bekannte Blogger und Krypto-Unternehmer Konstantin Ganitsch, im Internet besser bekannt als Kostja Kudo, tot aufgefunden. Er war erst 32 Jahre alt. Die Polizei untersucht derzeit die Umstände der Tragödie, doch die erste Ermittlungsvariante lautet Selbstmord. Vorbereitet von der Redaktion vollveggie.de.
Wer war Konstantin Ganitsch (Kostja Kudo)
Konstantin Ganitsch, im Netz als Kostja Kudo bekannt, war ein populärer Kryptoblogger und Unternehmer. Er leitete Bildungsprojekte im Bereich Trading und Finanztechnologien und war Gründer des Unternehmens Cryptology. Außerdem war er Mitglied der Ukrainischen Trader-Vereinigung und Teilhaber der Beratungsfirma TSTA Consulting.
Im Frühjahr berichteten ukrainische Medien über seinen luxuriösen Ferrari 296 GTB, der im Zentrum von Kyjiw gesehen wurde. Das Fahrzeug wurde auf 342.000 bis 371.000 US-Dollar, also etwa 15 Millionen Hrywnja, geschätzt. Laut dem Portal „Telegraf“ gehörte der Wagen mit dem Kennzeichen AA0001CX tatsächlich Ganitsch.

Was über seine letzten Tage bekannt ist
Nach Angaben der Polizei wurde der 32-jährige Mann mit einer Schusswunde am Kopf in einem Auto im Stadtteil Obolon gefunden. Neben ihm lag eine auf ihn registrierte Waffe. Ermittler fanden zudem einen Abschiedsbrief. Freunde berichteten, dass Ganitsch am Vortag wegen finanzieller Probleme niedergeschlagen wirkte.
Die Ermittlungen wurden nach dem Paragrafen über „vorsätzlichen Mord“ mit dem Vermerk „Selbstmord“ eingeleitet. Am Tatort arbeiteten Kriminaltechniker und Gerichtsmediziner, die bestätigten, dass der Tod durch eine Schussverletzung eingetreten war.
Bestätigung des Todes von Kostja Kudo
Offiziell nannte die Polizei den Namen des Toten nicht, doch im Internet verbreitete sich schnell die Information, dass es sich um Konstantin Ganitsch handelte. Kurz darauf bestätigte ein Beitrag im Telegram-Kanal des Bloggers diese Nachricht.
„Konstantin Kudo ist tragisch aus dem Leben geschieden. Die Ursachen werden derzeit ermittelt. Über weitere Neuigkeiten werden wir informieren“, hieß es in der Mitteilung.


Warum Kostja Kudo sich das Leben genommen haben könnte
Eine der möglichen Ursachen der Tragödie war eine finanzielle Krise, in die der Blogger geraten war. Kurz vor seinem Tod erzählte er, dass ihn ein Geschäftspartner um Geld betrogen habe, indem er Zugang zu den Krypto-Wallets erhielt und dann verschwand.
Einige Tage vor der Tragödie veröffentlichte das Projekt „190“ eine journalistische Untersuchung über Ganitschs Beteiligung am Web3-Projekt Furmula (GameFi mit dem Token FURM). Darin hieß es, dass der TSTA-Mitgründer Andrij Dejneko und der technische Leiter Natan Saakjan angeblich ein System organisiert hätten, um rund 2 Millionen Dollar von Investoren über ein Netzwerk von Wallets und Börsen abzuziehen. Ganitsch soll in diesem Projekt eine öffentliche Repräsentationsrolle gespielt haben.
In seinem letzten Interview bestritt der Blogger jede Beteiligung an Betrugshandlungen. Er erklärte, dass er „reingelegt“ worden sei und „immer ehrlich gehandelt“ habe – doch „alles sei in einem Moment zusammengebrochen“.

Reaktionen der Community
Die Nachricht vom Tod von Kostja Kudo löste Schock und Bestürzung in der Kryptoszene aus. Viele Nutzer schrieben, sie glaubten nicht an Selbstmord und forderten eine „objektive Untersuchung“. Andere betonten, dass er in den letzten Wochen niedergeschlagen, aber weiterhin aktiv im Netz gewesen sei.
Freunde und Kollegen erinnerten sich an ihn als einen Menschen mit „enormer Energie und echter Leidenschaft für das, was er tat“.
Erinnern wir daran, dass wir auch darüber geschrieben haben Kryptowährungsmarkt bricht nach Trumps Ankündigung neuer Zölle gegen China ein.
